Home 
Unser Ort 
Rhumequelle 
Tourismus 
Bürgerbüro 
Lütgenhausen 
Kirche 
Kinderg./Schule 
Vereine & Kultur 
Freizeit & Sport 
Firmen im Ort 
Aerzte/Apotheke 
Veranstaltungen 
Kontakt/Anfahrt 

 

 

 

 

  B E R I C H T E   2 0 1 9

Fotoalbum

Archiv

 

- gewünschten Artikel bitte anklicken oder nach unten blättern -

 

Berichte aus 2018 siehe   h i e r  oder  im Archiv   

 

Sternsinger in Pfarrei unterwegs  - 02.01.19

 

Spieler  sammeln Weihnachtsbäume ein  - 05.01.19

Pfarrer Reithner predigt bei Patronatsfest.. - 21.01.19

 

Jacobi stellt Mandat zur Verfügung. - 29.01.19

Kindergarten nimmt Form an - 02.02.19

 

Lütgenhausen sucht neuen Küster - 07.02.19

Mit Menschen in der Gemeinde verwurzelt - 08.02.19

 

Franz Jacobi für 20 Jahre Amtszeit geehrt - 11.02.19

 

 

 

Eichsfelder Tageblatt vom 02.01.2019

Sternsinger in der Pfarrei St. Sebastian unterwegs

Dreikönigsaktion 2019
  

Rhumspringe.  Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“: An der Dreikönigsaktion 2019 beteiligen sich auch Sternsinger aus der Pfarrei St. Sebastian Rhumspringe.

„Bei der Sternsingeraktion 2019 geht es diesmal um Kinder mit Behinderungen“, erklärt Karola Kellner, Sternsingerleitung in Fuhrbach. Die Sternsinger der Pfarrei St. Sebastian Rhumspringe seien in den Kirchorten zu folgenden Zeiten unterwegs:

St. Johannes Hilkerode: Sonntag, 6. Januar, 9.30 Uhr Aussendungsgottesdienst mit anschließendem Sternsingen.

St. Laurentius Langenhagen: Freitag, 4. Januar, 18.30 Uhr Aussendungsgottesdienst, Sonnabend, 5. Januar, ab 11 Uhr Häusersegnungen.

St. Pankratius Fuhrbach: Sonnabend, 5. Januar, 18 Uhr Aussendungsgottesdienst, Sonntag, 6. Januar, ab 10 Uhr Sternsingen.

St. Sebastian Rhumspringe: Sonnabend, 5. Januar, 18 Uhr Aussendungsgottesdienst, Sonntag, 6. Januar, ab 9 Uhr Sternsingen.

St. Georg Brochthausen: Sonntag, 6. Januar, 9.30 Uhr Aussendungsgottesdienst mit anschließendem Sternsingen.

St. Andreas Rüdershausen: Donnerstag, 3. Januar, 18.30 Uhr Aussendungsgottesdienst, Sonnabend, 5. Januar, ab 9 Uhr Häusersegnungen.

Die Sternsinger ziehen auch wieder durch Lütgenhausen und Wollershausen. Wer von den Sternsingern besucht werden möchte, meldet sich bei Daniela Kirchner, Telefon 05529/919343, oder Miriam Heßmer, Telefon 05529/9999399.

zurück Home

 

nach oben

 

Archiv

 

 

 

Eichsfelder Tageblatt vom 05.01.2019

Spieler und Väter sammeln Weihnachtsbäume ein

Aktion für den Nachwuchs des SV Rhumspringe
  

Rhumspringe.  Die Jugendfußballer des SV Rhumspringe sammeln gemeinsam mit ihren Vätern am Sonnabend, 12. Januar, die Weihnachtsbäume der Rhumspringer Haushalte ein. Ab 8.30 Uhr sind die Jugendlichen unterwegs. Fußballfachwart Bernd Mühlhaus hofft, dass möglichst viele Rhumspringer ihr Auto vor Tannennadeln und Harz schützen wollen und die Spieler und Väter des SV viel tun haben. Für eine kleine Spende wären die Jugendlichen sehr dankbar, so Mühlhaus. So könne der Nachwuchs des Vereins unterstützt werden. chb

zurück Home

 

nach oben

 

Archiv

 

 

 

Eichsfelder Tageblatt vom21.01..2019

Rückkehr ins „gelobte Land“ des Großvaters

Pfarrer Gerhard Reithner predigt bei Patronatsfest und Neujahrsempfang in St. Sebastian in Rhumspringe

Von Rüdiger Franke
  

Rhumspringe. Die Mitglieder der Pfarrei St. Sebastian haben am Sonntag Neujahrsempfang und Patronatsfest gefeiert. Als Gastzelebranten für das Hochamt hatte Pfarrer Markus Grabowski Gerhard Reithner eingeladen.

Traditionell werde zum Patronatsfest ein Gastpfarrer eingeladen, begrüßte Rosemarie Jütte vom Leitungsteam des Kirchengemeinderates den Gast, der kein Unbekannter in Rhumspringe sei. „Gerhard Reithner hat hier seine Kindheit verbracht.“ Auch habe er 1968 in Rhumspringe seine Primiz, also die erste Messe nach der Weihe, abgehalten, erzählte Grabowski.

Auch sein silbernes Priesterjubiläum feierte der Gastzelebrant im Ort seiner Kindheit. Deshalb komme er immer wieder gern nach Rhumspringe, beteuerte Reither. „Und ich freue mich, viele bekannte Gesichter zu sehen.“ Da sei zum Beispiel der junge Mann, der sein Auto durch den Tüv gebracht habe, das schon 15 oder 16 Jahre alt war. Reithner erzählte von seinem Großvater, der aus Bodensee stammte und später in der Heide sein Geschäft aufgebaut habe. „Er machte jedes Jahr zwei Wallfahrten ins gelobte Land, das Eichsfeld“, sagte der Pfarrer, „zum Höherberg und zum Schützenfest in Bodensee.“

Patronatsfest und Neujahrsempfang der Kirchengemeinde St. Sebastian in Rhumspringe. Foto: Franke

In der Predigt sagte Reither, der Mensch müsse sich zum einen bewegen und zum anderen sich bewegen lassen von dem, der ihn ins Leben gerufen habe. Ein gutes Beispiel sei der heilige Sebastian. Er sei Soldat gewesen. Später sei er in die Prätorianergarde des Kaisers berufen worden. Dann aber habe er etwas getan, was man Friedensdienst nennen könne. Er habe sich bemüht, inhaftierten Glaubensbrüdern Hafterleichterung zu verschaffen. Nachdem aufgefallen sei, dass Sebastian nicht die heimischen Götter anbete, sollte er hingerichtet werden. Doch habe er die Exekution durch Bogenschützen überlebt und sei in der Folge zum Warner vor Gewalttaten und zum Mahner für den Frieden geworden. Die christliche Kirche sei zu Beginn bewusst friedfertig gewesen, erzählte Reithner.

Die Kirche sei in Entwicklung, so Reither. Die Menschen müssten verstehen, dass nichts so bleiben könne, wie es „immer gewesen ist“. Er habe vor fünf Jahren von einer Utopie gelesen. Warum müsse die gesamte Kirchenleitung aus alten Männern bestehen? Es sollte nicht ein Gremium von geehrten alten Männern sein, sondern ein Arbeitsgremium zur Leitung der Weltkirche. Kardinäle sollten nur für fünf Jahre mit vielleicht einer Verlängerung gewählt werden. Darüber hinaus müssten auch Frauen eingebunden sein, denn auch Jesus habe sich von Frauen helfen lassen.

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Wolfgang Maur berichtete, dass sich die Gremien nach der Kirchenwahl im vergangenen Jahr konstituiert hätten. Doch er erinnerte, dass die Gemeinde vor Veränderungen stehe. Er sprach den überpfarreilichen Einsatz an, mit zwei Pfarrern in den Pfarreien Rhumspringe, Gieboldehausen und Bilshausen. Dazu brauche es Unterstützung. „Sie haben es in der Hand, gemeinsam mit Pfarrer Grabowski die Weichen für die Zukunft zu stellen und gemeinsam neue Perspektiven für den Kirchenkreis zu entdecken“, forderte er die Gemeindemitglieder zur Mitarbeit auf.

Nach dem Hochamt versammelte sich die Gemeinde im Pfarrheim zum gemeinsamen Mittagessen. Des Weiteren gab es einen Jahresrückblick mit Bilderschau.

zurück Home

 

nach oben

 

Archiv

 

 

 

Eichsfelder Tageblatt vom 29.01.2019

Jacobi stellt Mandat zur Verfügung

Rhumspringe: Bürgermeister und Ratsherr verzichtet aus persönlichen Gründen
  

Rhumspringe.  Franz Jacobi (CDU), langjähriger Bürgermeister und Ratsherr der Gemeinde Rhumspringe, hat aus persönlichen Gründen sein Mandat zur Verfügung gestellt. Dies gab die Gemeindeverwaltung am Montag bekannt.

Der Sitzverlust soll in der kommenden Ratssitzung am 8. Februar festgestellt werden. Die Tagesordnung der Sitzung sieht eine Verpflichtung von Andreas Schröder als Ersatzperson vor. Im öffentlichen Teil steht anschließend die Wahl und Vereidigung eines neuen Bürgermeisters oder einer neuen Bürgermeisterin an, ebenso die Berufung eines Gemeindedirektors oder einer Gemeindedirektorin nebst Stellvertretung. Außerdem muss der Rat auch einen neuen stellvertretenden Bürgermeister (oder eine stellvertretende Bürgermeisterin) wählen und sich mit der künftigen Zusammensetzung der Ausschüsse beschäftigen. Dies betrifft unter anderen den Verwaltungsausschuss. Im Anschluss an die Ratssitzung soll Franz Jacobi offiziell verabschiedet werden. Im November 2016 war er zuletzt einstimmig im Amt des Bürgermeisters bestätigt worden; ebenfalls einstimmig wurden damals Carl Albrecht Monecke und Barbara Diedrich (beide CDU) als seine Stellvertreter gewählt.

Darüber hinaus steht auch der Bebauungsplan „Südlich der Schule“ auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Das Gremium befasst sich in diesem Zusammenhang unter anderem mit den eingegangenen Bedenken im Rahmen der öffentlichen Auslegung. mr

Ratssitzung 08.02.2019 - Tagesordnung

zurück Home

 

nach oben

 

Archiv

 

 

 

Eichsfelder Tageblatt vom 02.02..2019

Kindergarten nimmt Form an

Gemeinden Rhumspringe, Rüdershausen und Wollershausen planen gemeinsamen Kindergarten / Bebauungsplan rechtskräftig und Architekt beauftragt

Von Norma Jean Böger
  

Rhumspringe/Rüdershausen/Wollershausen. Die Pläne für einen gemeinsamen Kindergarten für Rhumspringe, Rüdershausen und Wollershausen kommen voran. Nachdem nun der Bebauungsplan feststeht, können die Gemeinden die Aufträge für den Bau vergeben.

„Jetzt ist der Bebauungsplan rechtskräftig genehmigt und hängt in den Samtgemeinden aus“, sagt Franz Jacobi (CDU). Er ist der Bürgermeister von Rhumspringe. „Der nächste Schritt ist jetzt, dass der Architekt den Auftrag bekommen hat, die konkreten Planungen vorzunehmen.“

Wie genau der Neubau aussehen wird, steht noch nicht fest. Direkt neben die Rhumspringer Grundschule soll er gebaut werden und draußen genug Spielwiese für die Kindergarten- und Krippenkinder bieten. Das Grundstück gehört der Samtgemeinde Gieboldehausen. Dadurch habe der Kindergarten eine gewisse Bestandssicherheit, sagt Jacobi. „Das war das ausschlaggebende Argument des Landes Niedersachsen bei der Bewilligung.“

885 000 Euro hatten die drei Gemeinden im Jahr 2017 von der Samtgemeinde zugesprochen bekommen. Diese hatte die Fördermittel aus dem Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ bekommen. „Mittlerweile hatten sich die Kosten erhöht auf knapp 1,9 Millionen Euro“, sagt Jacobi, „wobei wir inzwischen von Kosten von mindestens zwei Millionen Euro ausgehen.“

  Die Bürgermeister Franz Jacobi (links) aus Rhumspringe, Annegret Lange aus Rüdershausen und Ulrich Schakowske aus Wollershausen, besuchen die Baufläche. Foto: Böge

Nach einem neuen Förderantrag, der im Jahr 2018 bewilligt wurde, bekämen die Gemeinden nun insgesamt rund 1,2 Millionen Euro Fördermittel, berichtet Jacobi. Um die restlichen Kosten zu decken, müssen die Gemeinden selbst in die Tasche greifen. Dazu werde man eine Vereinbarung fixieren müssen: „Aber wir können sagen, wir werden uns da nicht in die Haare kriegen.“

75 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren gehen in den jetzigen Rhumspringer Kindergarten und in die Krippe. Etwa 25 Kinder besuchen den Rüdershäuser Kindergarten. „Wir haben seit ewigen Zeiten einen eigenen Kindergarten, der zunehmend schwieriger zu bewirtschaften war“, sagt die Rüdershäuser Bürgermeisterin Annegret Lange (CDU). Die Schulkinder aus Rüdershausen besuchen schon seit dem Jahr 2005 die Grundschule in Rhumspringe. Etwa zehn Kindergartenkinder kommen bereits jetzt aus Wollershausen in den Rhumspringer Kindergarten.

Den unterschiedlichen Bedarf wollen die Gemeinden bei der Finanzierung berücksichtigen. Dafür haben sie bereits Beschlüsse in den Räten getroffen. „Rhumspringe wird naturgemäß den höchsten Anteil zahlen“, sagt Jacobi.

Da der Bebauungsplan nun genehmigt ist, scheinen auch die Bedenken der Bürger beiseitegewischt. Sie hatten sich beteiligt und vor allem die mögliche Lärm- und die Feinstaubbelastung durch die Autos moniert. „Die Anzahl der Busse nimmt durch den künftigen Kindergarten nicht zu“, stellt Jacobi fest. Zwei Gutachten hatten außerdem bestätigt, dass keine zusätzlichen Belastungen entstehen.

Wenn der beauftragte Architekt seine Planungen vorgelegt hat, müssen die Gemeinden sie mit dem Landesjugendamt abstimmen, um eine Betriebserlaubnis zu erhalten. Auch der Landkreis Göttingen und die drei Gemeinderäte werden an den Planungen beteiligt. „Erst dann werden wir den Architekten beauftragen, konkrete Ausschreibungen vorzunehmen“, sagt Jacobi. Die Bürgermeister hoffen, im Sommer kommenden Jahres den Kindergarten fertigzustellen. „Das steht aber alles in den Sternen.“

zurück Home

 

nach oben

 

Archiv

 

 

 

Eichsfelder Tageblatt vom 07.02..2019

Lütgenhausens Lutheraner  suchen neuen Küster

Voraussetzung für monatliche Gottesdienste in Friedhofskapelle

Von Michael Caspar
  

Lütgenhausen. Einen Küster oder ein Küsterteam suchen die Lutheraner in Lütgenhausen. Findet sich niemand für das Ehrenamt, wird es im 140-Einwohner-Ort künftig keine monatlichen Gottesdienste mehr geben.

„Es wäre wirklich schade, wenn die Glocke in Lütgenhausen verstummen würde“, meint Pastor Jens-Arne Edelmann. Zehn bis 20 Gläubige seien bisher immer am ersten Sonntag im Monat in die Friedhofskapelle oberhalb des Dorfes gekommen. Wunderschön sei die Aussicht von dort oben ins Rhumetal. Das monatliche Glockenläuten zu den Gottesdiensten, die von April bis Dezember stattfänden, wüssten auch viele von denen zu schätzen, die nicht kämen.

„Die bisherige Küsterin, Simone Thiele, haben wir am zweiten Advent verabschiedet“, sagt Edelmann. Sie habe ihr Amt von 2010 an ausgeübt und es im vergangenen Jahr aus beruflichen Gründen niedergelegt. Auf seine Aufrufe hin habe sich bisher allerdings niemand aus dem evangelisch geprägten Dorf gemeldet. Auch bei Geburtstagen und bei Begegnungen auf der Straße habe er die Lütgenhäuser auf das Problem aufmerksam gemacht. Die jüngeren Gläubigen im Ort seien jedoch meistens in Beruf und Familie eingespannt. Die Älteren unter den aktiven Gemeindemitgliedern fühlten sich mit Ende 70 und Anfang 80 der Aufgabe nicht mehr gewachsen.

  Pastor Jens-Arne Edelmann in der Friedhofskapelle Lütgenhausen.Foto: Hinzmann

Träger des Friedhofs ist die Samtgemeinde

Ohne Küster können wir keine Gottesdienste durchführen“, warnt der Pastor. Der Küster halte die Kapelle sauber, stelle in der kalten Jahreszeit am Vorabend die Heizung an, sorge für Blumenschmuck auf dem Altar, schließe auf und wieder zu. Er melde Schäden an die Samtgemeinde Gieboldehausen, in deren Trägerschaft Friedhof und Kapelle stehen. Der Zeitaufwand pro Gottesdienst liege seiner Schätzung nach bei zwei Stunden. Außerdem sei der Küster Ansprechpartner bei den zwei bis drei Beerdigungen im Jahr. Er müsse in Zusammenarbeit mit dem Bestatter die Kapelle dafür herrichten.

„Der Kirchenvorstand der Gemeinde Wollershausen, zu der Lütgenhausen gehört, und ich sind für alle Vorschläge offen“, betont Edelmann. Es sei möglich, sich nur für ein oder zwei Jahre zu verpflichten. Eine Gruppe Freiwilliger könnte sich beim Dienst abwechseln. Es sei kein Problem, das Amt wieder niederzulegen. Dass Wollershäuser, die vereinzelt zu den Gottesdiensten nach Lütgenhausen kommen, den Küsterdienst übernehmen, hält der Pastor für keine gute Idee. Das sollten die Christen vor Ort hinbekommen. Anderenfalls müssten sie sonntags die Sankt-Marien-Kirche in Wollershausen besuchen.

Früher waren Irmtraud Willert und Edith Kahle Küsterinnen

„Die Gottesdienste in der Kapelle finden meines Wissens seit Anfang der 80er-Jahre statt“, sagt Edelmann. Vor Thiele sei Irmtraud Willert Küsterin gewesen, davor Edith Kahle. Die Kapelle gebe es seit Ende der 60er-Jahre. 1968 hätten fünf Lütgenhäuser dafür gesorgt, dass das kleine Gotteshaus eine Glocke bekam: Dieter und Heinrich Holzapfel, Karl Lautenbach, Werner Rhode und Gastwirt Willi Zander. Am 30. Januar sei das Instrument um 13.30 Uhr im niederländischen Nasten gegossen und am 30. Juni in Lütgenhausen geweiht worden.

zurück Home

 

nach oben

 

Archiv

 

 

 

Eichsfelder Tageblatt vom 08.02..2019

Mit den Menschen in der Gemeinde verwurzelt

Franz Jacobi (CDU) gibt sein Amt als Bürgermeister von Rhumspringe und seinen Sitz im Gemeinderat nach vielen Jahren auf

Von Nora Garben
  

Rhumspringe. In diesen Tagen prägen Abschiede das Leben von Franz Jacobi. Nach 17 Jahren hat der Bürgermeister von Rhumspringe den Vorsitz der Jagdgenossenschaft abgegeben. Dazu kommt demnächst der Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Rhumequelle und der wohl größte Schritt: die Beendigung seiner kommunalpolitischen Laufbahn. Am 8. Februar gibt Jacobi (CDU) sein Amt als Bürgermeister und seinen Sitz im Gemeinderat ab.

„Der Anlass steht in meinem Personalausweis, da steht mein Geburtstag drin“, sagt Jacobi und lacht. Viele Bürger hätten vermutet, er sei vielleicht krank oder es hätte Ärger im Rat gegeben – beides stimme nicht. Aber: „Irgendwann muss auch mal Schluss sein, und den Zeitpunkt möchte ich selbst bestimmen.“ Eigentlich habe er schon bei der Kommunalwahl 2016 nicht mehr antreten wollen, das sei ihm aber nur im Bereich der Samtgemeinde, nicht im Gemeinderat Rhumspringe gelungen. Dennoch habe er schon damals angekündigt, mit 70 aufzuhören.

Und was kommt nun? Mehr Zeit für die Familie und für das, worauf „man neugierig ist“. Dazu zählt für Jacobi vor allem die Natur. Außerdem kann sich der ­69-Jährige neben Geschichte auch für Flugzeugtechnik begeistern und nutzt EDV-Programme, um Flüge auf der ganzen Welt nachzuverfolgen.

  Fast 20 Jahre lang war Franz Jacobi Bürgermeister von Rhumspringe. Foto: Richter

Der politische Wechsel in einer Gemeinde sei immer auch positiv zu sehen. So kämen auch mal andere Richtungen in die Politik, und „das ist gut so“, findet Jacobi. Zwei Projekte hätte er trotzdem gerne noch abgeschlossen: den Neubau einer gemeinsamen Kindertagesstätte mit den anderen Gemeinden und das neue Wohngebiet „Südlich der Schule“. „Ich bin trotzdem nicht traurig, denn ich werde die Kollegen in der Verwaltung stundenweise dabei begleiten.“ 45 Jahre im Rat könne man nicht einfach von heute auf morgen wie einen alten Mantel ablegen. „Dafür ist man mit den Menschen in der Gemeinde zu stark verwurzelt“, sagt Jacobi.

Überhaupt sagt Jacobi oft „man“, auch wenn er eigentlich über sich selbst spricht. So als ob es ihm leichter fällt, allgemeingültige Aussagen zu treffen, statt sich selbst zum Thema zu machen. Auch die Antwort auf die Frage, was für ein Bürgermeister er gewesen ist, möchte er anderen überlassen.

Jacobi ist gebürtiger Rhumspringer und hat sein ganzes Leben hier verbracht. Bei Ottobock in Duderstadt machte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann und arbeitete später jahrzehntelang als Rendant in der Finanz- und Vermögensverwaltung der katholischen Kirche. Als er 1973 in die Politik ging, war Jacobi 24. Ein wenig habe das auch mit seinem Vater zusammengehangen, der selbst im Rat der Gemeinde Rhumspringe aktiv gewesen sei, erzählt er.

Zu seiner langen Tätigkeit im Gemeinderat kommen noch zehn Jahre im Kreistag des Landkreises Göttingen und mehr als drei Jahrzehnte im Samtgemeinderat, wo er 20 Jahre lang den Vorsitz der CDU-Fraktion innehatte. Dass er sich politisch so umfangreich einbringen konnte, sei auch seinem damaligen Vorgesetzten zu verdanken gewesen, der sein politisches Engagement „überhaupt nicht als Problem ansah“. Seine Frau Christa und seine Kinder Melanie und Sebastian hätten dagegen schon zeitliche Zugeständnisse machen müssen. Aber: „Meine Familie kennt mich nicht anders.“

Immer wieder betont Jacobi, dass ein Bürgermeister allein nicht viel ausrichten könne. Erst im Zusammenspiel mit den Kollegen in Rat und Verwaltung komme es zu Ergebnissen. In dieser Zeit habe er auch Freundschaften geschlossen, vielmehr aber noch seien es die Personen, mit denen man ein Netzwerk bildet, die diese Zeit prägten. Auch wenn der Begriff „kommunalpolitisches Netzwerk“ manchmal einen negativen Beigeschmack im Sinne von Kungelei habe, müsse es das nicht sein, betont Jacobi. Im Gegenteil, es könne sehr positiv für den Ort sein, wenn bestimmte Dinge auf kurzem Dienstweg ohne viel Bürokratie geklärt werden könnten.

Zwei Tage vor seinem 50. Geburtstag 1999 ist Jacobi Bürgermeister der Gemeinde Rhumspringe geworden, zwölf Tage vor seinem 70. Geburtstag gibt er sein Amt nun ab. Ihm seien immer die Interessen der Menschen im Ort wichtig gewesen, nicht irgendwelche „abgehobenen theoretischen Thesen als Politiker“, sagt er. „Wenn man selbst Ideen hat und diese dann auch noch mitgetragen werden, ist das eine Geschichte, wo Sie sehr zufrieden sein können.“

Franz Jacobi wird in der Gemeinderatssitzung am Freitag, 8. Februar, offiziell verabschiedet. Auf der Tagesordnung stehen zudem die Wahl eines neuen Bürgermeisters sowie die Berufung eines Gemeindedirektors. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Gemeindebüro Rhumspringe, Schulstraße 2.

Ratssitzung 08.02.2019 - Tagesordnung

zurück Home

 

nach oben

 

Archiv

 

 

 

Eichsfelder Tageblatt vom 11.02..2019

Franz Jacobi für 20-jährige Amtszeit geehrt

Barbara Hose zur Bürgermeisterin gewählt
  

Rhumspringe. Nach beinahe 20 Jahren als Bürgermeister von Rhumspringe hat Franz Jacobi (CDU) Ende Januar seinen Rückzug aus der Kommunalpolitik angekündigt und sein Mandat zur Verfügung gestellt . Bei der Gemeinderatssitzung am Freitag wurde Barbara Hose (CDU) als seine Nachfolgerin gewählt und vereidigt. Damit hat Rhumspringe zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Bürgermeisterin. Im Anschluss an die Sitzung wurde Jacobi bei einer Feier verabschiedet.

Seine Nachfolgerin lobte die Leistungen von Jacobi: „Ich trete in große Fußstapfen“, sagte Hose. Als Bürgermeisterin werde sie den von ihrem Vorgänger eingeschlagenen Weg weitergehen. Jacobi sei ein Vorbild für alle Generationen im Ort. Er habe Rhumspringe auf einen guten Weg gebracht. Dabei sei Jacobi stets „sachlich, bescheiden, ehrlich und zukunftsorientiert“ vorgegangen. Sie dankte ihm für seinen Einsatz und seine Bereitschaft, auch nach seinem Rückzug der Gemeinde weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 Die neue Bürgermeisterin Barbara Hose und ihr Vorgänger, der langjährige Bürgermeister Franz Jacobi. foto:Brasch

Der stellvertretende Bürgermeister Carl Albrecht Monecke (CDU) würdigte Jacobis vielfältiges Engagement. Jacobi habe stets private Zeit für sein Ehrenamt zur Verfügung gestellt. „Dafür ist es eine Voraussetzung, dass die Familie mitspielt“, sagte Monecke. Für ihr Verständnis und ihre Unterstützung dankte Monecke Jacobis Familie. Außerdem zählte Monecke wichtige Projekte auf, die es ohne den Einsatz von Jacobi so nicht gegeben hätte, darunter die „Quellkonzerte“ und die Schaffung von Neubaugebieten. Steffen Ahrenhold (CDU), Bürgermeister der Samtgemeinde Gieboldehausen, bedauerte, dass er und Jacobi kaum die Gelegenheit hatten, zusammenzuarbeiten: „Mein erster Tag im Rat der Samtgemeinde war gleichzeitig sein letzter“, so Ahrenhold. Er dankte Jacobi für seinen langjährigen Einsatz auf Ebene der Samtgemeinde. Ein Lob für seine Arbeit bekam Jacobi auch von Pastorin Claudia Edelmann von der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Duderstadt. emb

zurück Home

 

nach oben

 

Archiv