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  B E R I C H T E   2 0 1 9

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Berichte aus 2018 siehe   h i e r  oder  im Archiv   

 

Sternsinger in Pfarrei unterwegs  - 02.01.19

 

Spieler  sammeln Weihnachtsbäume ein  - 05.01.19

Pfarrer Reithner predigt bei Patronatsfest.. - 21.01.19

 

Jacobi stellt Mandat zur Verfügung. - 29.01.19

Kindergarten nimmt Form an - 02.02.19

 

Lütgenhausen sucht neuen Küster - 07.02.19

Mit Menschen in der Gemeinde verwurzelt - 08.02.19

 

Franz Jacobi für 20 Jahre Amtszeit geehrt - 11.02.19

Einsatz für Rhumspringer Feuerwehr - 09.04.19

 

Kirsten Kahle neue Küsterin in Lütgenhausen 17.04.19

Walking- und Volkswandertag - 03.05.19

 

Eichsfelder Jugendwehren im Wettstreit - 09.05.19

Neustart für Quellen-Konzerte - 11.05.19

 

Wettbewerb der Feuerwehren - 14.05.19

Neue Schaltzentrale in Betrieb genommen - 18.05.19

 

Geht der Trend zur "Sammeltaufe?" - 25.05.19

Würdenträger abgeholt und geehrt - 11.06.19

 

Start der Rhumspringer Quellenkonzerte - 13.06.19

Kunststoff und Stahl ersetzen Holz - 14.06.19

 

Singen, erzählen, klönen - op Platt- 17.07.19

Glaubensfreude trifft polnische Frommigkeit 19.07.19

 

Lauseberger Band spielt vor fantastischer ...22.07.19

"Das Schlimmste behielt er für sich" - 23.07.19

 

Unbekannte verletzen Pferd - 01.08.19

Einen Tag lang Spiel und Spaß - 08.08.19

 

Pfarrer Grabowski verlässt Rhumspringe - 23.08.19

Unwetter in Rhumspringe - 28.08.19

 

Das große Aufräumen nach dem Unwetter - 29.08.19

Start der Bauarbeiten "Südlich Schulstraße" - 17.09.19

 

Aufforstung und Einladung zum Glühwein - 18.09.19

Neue Kita:  Rat  Rat stimmt Verträgen zu - 18.09.19

 

Rhumspringer feiern ihr Oktoberfest - 24.09.19

Hilfe für unversicherte Unwetteropfer-  25.09.19

 

 

 

 

 

Eichsfelder Tageblatt vom 02.01.2019

Sternsinger in der Pfarrei St. Sebastian unterwegs

Dreikönigsaktion 2019
  

Rhumspringe.  Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“: An der Dreikönigsaktion 2019 beteiligen sich auch Sternsinger aus der Pfarrei St. Sebastian Rhumspringe.

„Bei der Sternsingeraktion 2019 geht es diesmal um Kinder mit Behinderungen“, erklärt Karola Kellner, Sternsingerleitung in Fuhrbach. Die Sternsinger der Pfarrei St. Sebastian Rhumspringe seien in den Kirchorten zu folgenden Zeiten unterwegs:

St. Johannes Hilkerode: Sonntag, 6. Januar, 9.30 Uhr Aussendungsgottesdienst mit anschließendem Sternsingen.

St. Laurentius Langenhagen: Freitag, 4. Januar, 18.30 Uhr Aussendungsgottesdienst, Sonnabend, 5. Januar, ab 11 Uhr Häusersegnungen.

St. Pankratius Fuhrbach: Sonnabend, 5. Januar, 18 Uhr Aussendungsgottesdienst, Sonntag, 6. Januar, ab 10 Uhr Sternsingen.

St. Sebastian Rhumspringe: Sonnabend, 5. Januar, 18 Uhr Aussendungsgottesdienst, Sonntag, 6. Januar, ab 9 Uhr Sternsingen.

St. Georg Brochthausen: Sonntag, 6. Januar, 9.30 Uhr Aussendungsgottesdienst mit anschließendem Sternsingen.

St. Andreas Rüdershausen: Donnerstag, 3. Januar, 18.30 Uhr Aussendungsgottesdienst, Sonnabend, 5. Januar, ab 9 Uhr Häusersegnungen.

Die Sternsinger ziehen auch wieder durch Lütgenhausen und Wollershausen. Wer von den Sternsingern besucht werden möchte, meldet sich bei Daniela Kirchner, Telefon 05529/919343, oder Miriam Heßmer, Telefon 05529/9999399.

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Eichsfelder Tageblatt vom 05.01.2019

Spieler und Väter sammeln Weihnachtsbäume ein

Aktion für den Nachwuchs des SV Rhumspringe
  

Rhumspringe.  Die Jugendfußballer des SV Rhumspringe sammeln gemeinsam mit ihren Vätern am Sonnabend, 12. Januar, die Weihnachtsbäume der Rhumspringer Haushalte ein. Ab 8.30 Uhr sind die Jugendlichen unterwegs. Fußballfachwart Bernd Mühlhaus hofft, dass möglichst viele Rhumspringer ihr Auto vor Tannennadeln und Harz schützen wollen und die Spieler und Väter des SV viel tun haben. Für eine kleine Spende wären die Jugendlichen sehr dankbar, so Mühlhaus. So könne der Nachwuchs des Vereins unterstützt werden. chb

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Eichsfelder Tageblatt vom21.01..2019

Rückkehr ins „gelobte Land“ des Großvaters

Pfarrer Gerhard Reithner predigt bei Patronatsfest und Neujahrsempfang in St. Sebastian in Rhumspringe

Von Rüdiger Franke
  

Rhumspringe. Die Mitglieder der Pfarrei St. Sebastian haben am Sonntag Neujahrsempfang und Patronatsfest gefeiert. Als Gastzelebranten für das Hochamt hatte Pfarrer Markus Grabowski Gerhard Reithner eingeladen.

Traditionell werde zum Patronatsfest ein Gastpfarrer eingeladen, begrüßte Rosemarie Jütte vom Leitungsteam des Kirchengemeinderates den Gast, der kein Unbekannter in Rhumspringe sei. „Gerhard Reithner hat hier seine Kindheit verbracht.“ Auch habe er 1968 in Rhumspringe seine Primiz, also die erste Messe nach der Weihe, abgehalten, erzählte Grabowski.

Auch sein silbernes Priesterjubiläum feierte der Gastzelebrant im Ort seiner Kindheit. Deshalb komme er immer wieder gern nach Rhumspringe, beteuerte Reither. „Und ich freue mich, viele bekannte Gesichter zu sehen.“ Da sei zum Beispiel der junge Mann, der sein Auto durch den Tüv gebracht habe, das schon 15 oder 16 Jahre alt war. Reithner erzählte von seinem Großvater, der aus Bodensee stammte und später in der Heide sein Geschäft aufgebaut habe. „Er machte jedes Jahr zwei Wallfahrten ins gelobte Land, das Eichsfeld“, sagte der Pfarrer, „zum Höherberg und zum Schützenfest in Bodensee.“

Patronatsfest und Neujahrsempfang der Kirchengemeinde St. Sebastian in Rhumspringe. Foto: Franke

In der Predigt sagte Reither, der Mensch müsse sich zum einen bewegen und zum anderen sich bewegen lassen von dem, der ihn ins Leben gerufen habe. Ein gutes Beispiel sei der heilige Sebastian. Er sei Soldat gewesen. Später sei er in die Prätorianergarde des Kaisers berufen worden. Dann aber habe er etwas getan, was man Friedensdienst nennen könne. Er habe sich bemüht, inhaftierten Glaubensbrüdern Hafterleichterung zu verschaffen. Nachdem aufgefallen sei, dass Sebastian nicht die heimischen Götter anbete, sollte er hingerichtet werden. Doch habe er die Exekution durch Bogenschützen überlebt und sei in der Folge zum Warner vor Gewalttaten und zum Mahner für den Frieden geworden. Die christliche Kirche sei zu Beginn bewusst friedfertig gewesen, erzählte Reithner.

Die Kirche sei in Entwicklung, so Reither. Die Menschen müssten verstehen, dass nichts so bleiben könne, wie es „immer gewesen ist“. Er habe vor fünf Jahren von einer Utopie gelesen. Warum müsse die gesamte Kirchenleitung aus alten Männern bestehen? Es sollte nicht ein Gremium von geehrten alten Männern sein, sondern ein Arbeitsgremium zur Leitung der Weltkirche. Kardinäle sollten nur für fünf Jahre mit vielleicht einer Verlängerung gewählt werden. Darüber hinaus müssten auch Frauen eingebunden sein, denn auch Jesus habe sich von Frauen helfen lassen.

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Wolfgang Maur berichtete, dass sich die Gremien nach der Kirchenwahl im vergangenen Jahr konstituiert hätten. Doch er erinnerte, dass die Gemeinde vor Veränderungen stehe. Er sprach den überpfarreilichen Einsatz an, mit zwei Pfarrern in den Pfarreien Rhumspringe, Gieboldehausen und Bilshausen. Dazu brauche es Unterstützung. „Sie haben es in der Hand, gemeinsam mit Pfarrer Grabowski die Weichen für die Zukunft zu stellen und gemeinsam neue Perspektiven für den Kirchenkreis zu entdecken“, forderte er die Gemeindemitglieder zur Mitarbeit auf.

Nach dem Hochamt versammelte sich die Gemeinde im Pfarrheim zum gemeinsamen Mittagessen. Des Weiteren gab es einen Jahresrückblick mit Bilderschau.

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Eichsfelder Tageblatt vom 29.01.2019

Jacobi stellt Mandat zur Verfügung

Rhumspringe: Bürgermeister und Ratsherr verzichtet aus persönlichen Gründen
  

Rhumspringe.  Franz Jacobi (CDU), langjähriger Bürgermeister und Ratsherr der Gemeinde Rhumspringe, hat aus persönlichen Gründen sein Mandat zur Verfügung gestellt. Dies gab die Gemeindeverwaltung am Montag bekannt.

Der Sitzverlust soll in der kommenden Ratssitzung am 8. Februar festgestellt werden. Die Tagesordnung der Sitzung sieht eine Verpflichtung von Andreas Schröder als Ersatzperson vor. Im öffentlichen Teil steht anschließend die Wahl und Vereidigung eines neuen Bürgermeisters oder einer neuen Bürgermeisterin an, ebenso die Berufung eines Gemeindedirektors oder einer Gemeindedirektorin nebst Stellvertretung. Außerdem muss der Rat auch einen neuen stellvertretenden Bürgermeister (oder eine stellvertretende Bürgermeisterin) wählen und sich mit der künftigen Zusammensetzung der Ausschüsse beschäftigen. Dies betrifft unter anderen den Verwaltungsausschuss. Im Anschluss an die Ratssitzung soll Franz Jacobi offiziell verabschiedet werden. Im November 2016 war er zuletzt einstimmig im Amt des Bürgermeisters bestätigt worden; ebenfalls einstimmig wurden damals Carl Albrecht Monecke und Barbara Diedrich (beide CDU) als seine Stellvertreter gewählt.

Darüber hinaus steht auch der Bebauungsplan „Südlich der Schule“ auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Das Gremium befasst sich in diesem Zusammenhang unter anderem mit den eingegangenen Bedenken im Rahmen der öffentlichen Auslegung. mr

Ratssitzung 08.02.2019 - Tagesordnung

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Eichsfelder Tageblatt vom 02.02..2019

Kindergarten nimmt Form an

Gemeinden Rhumspringe, Rüdershausen und Wollershausen planen gemeinsamen Kindergarten / Bebauungsplan rechtskräftig und Architekt beauftragt

Von Norma Jean Böger
  

Rhumspringe/Rüdershausen/Wollershausen. Die Pläne für einen gemeinsamen Kindergarten für Rhumspringe, Rüdershausen und Wollershausen kommen voran. Nachdem nun der Bebauungsplan feststeht, können die Gemeinden die Aufträge für den Bau vergeben.

„Jetzt ist der Bebauungsplan rechtskräftig genehmigt und hängt in den Samtgemeinden aus“, sagt Franz Jacobi (CDU). Er ist der Bürgermeister von Rhumspringe. „Der nächste Schritt ist jetzt, dass der Architekt den Auftrag bekommen hat, die konkreten Planungen vorzunehmen.“

Wie genau der Neubau aussehen wird, steht noch nicht fest. Direkt neben die Rhumspringer Grundschule soll er gebaut werden und draußen genug Spielwiese für die Kindergarten- und Krippenkinder bieten. Das Grundstück gehört der Samtgemeinde Gieboldehausen. Dadurch habe der Kindergarten eine gewisse Bestandssicherheit, sagt Jacobi. „Das war das ausschlaggebende Argument des Landes Niedersachsen bei der Bewilligung.“

885 000 Euro hatten die drei Gemeinden im Jahr 2017 von der Samtgemeinde zugesprochen bekommen. Diese hatte die Fördermittel aus dem Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ bekommen. „Mittlerweile hatten sich die Kosten erhöht auf knapp 1,9 Millionen Euro“, sagt Jacobi, „wobei wir inzwischen von Kosten von mindestens zwei Millionen Euro ausgehen.“

  Die Bürgermeister Franz Jacobi (links) aus Rhumspringe, Annegret Lange aus Rüdershausen und Ulrich Schakowske aus Wollershausen, besuchen die Baufläche. Foto: Böge

Nach einem neuen Förderantrag, der im Jahr 2018 bewilligt wurde, bekämen die Gemeinden nun insgesamt rund 1,2 Millionen Euro Fördermittel, berichtet Jacobi. Um die restlichen Kosten zu decken, müssen die Gemeinden selbst in die Tasche greifen. Dazu werde man eine Vereinbarung fixieren müssen: „Aber wir können sagen, wir werden uns da nicht in die Haare kriegen.“

75 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren gehen in den jetzigen Rhumspringer Kindergarten und in die Krippe. Etwa 25 Kinder besuchen den Rüdershäuser Kindergarten. „Wir haben seit ewigen Zeiten einen eigenen Kindergarten, der zunehmend schwieriger zu bewirtschaften war“, sagt die Rüdershäuser Bürgermeisterin Annegret Lange (CDU). Die Schulkinder aus Rüdershausen besuchen schon seit dem Jahr 2005 die Grundschule in Rhumspringe. Etwa zehn Kindergartenkinder kommen bereits jetzt aus Wollershausen in den Rhumspringer Kindergarten.

Den unterschiedlichen Bedarf wollen die Gemeinden bei der Finanzierung berücksichtigen. Dafür haben sie bereits Beschlüsse in den Räten getroffen. „Rhumspringe wird naturgemäß den höchsten Anteil zahlen“, sagt Jacobi.

Da der Bebauungsplan nun genehmigt ist, scheinen auch die Bedenken der Bürger beiseitegewischt. Sie hatten sich beteiligt und vor allem die mögliche Lärm- und die Feinstaubbelastung durch die Autos moniert. „Die Anzahl der Busse nimmt durch den künftigen Kindergarten nicht zu“, stellt Jacobi fest. Zwei Gutachten hatten außerdem bestätigt, dass keine zusätzlichen Belastungen entstehen.

Wenn der beauftragte Architekt seine Planungen vorgelegt hat, müssen die Gemeinden sie mit dem Landesjugendamt abstimmen, um eine Betriebserlaubnis zu erhalten. Auch der Landkreis Göttingen und die drei Gemeinderäte werden an den Planungen beteiligt. „Erst dann werden wir den Architekten beauftragen, konkrete Ausschreibungen vorzunehmen“, sagt Jacobi. Die Bürgermeister hoffen, im Sommer kommenden Jahres den Kindergarten fertigzustellen. „Das steht aber alles in den Sternen.“

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Eichsfelder Tageblatt vom 07.02..2019

Lütgenhausens Lutheraner  suchen neuen Küster

Voraussetzung für monatliche Gottesdienste in Friedhofskapelle

Von Michael Caspar
  

Lütgenhausen. Einen Küster oder ein Küsterteam suchen die Lutheraner in Lütgenhausen. Findet sich niemand für das Ehrenamt, wird es im 140-Einwohner-Ort künftig keine monatlichen Gottesdienste mehr geben.

„Es wäre wirklich schade, wenn die Glocke in Lütgenhausen verstummen würde“, meint Pastor Jens-Arne Edelmann. Zehn bis 20 Gläubige seien bisher immer am ersten Sonntag im Monat in die Friedhofskapelle oberhalb des Dorfes gekommen. Wunderschön sei die Aussicht von dort oben ins Rhumetal. Das monatliche Glockenläuten zu den Gottesdiensten, die von April bis Dezember stattfänden, wüssten auch viele von denen zu schätzen, die nicht kämen.

„Die bisherige Küsterin, Simone Thiele, haben wir am zweiten Advent verabschiedet“, sagt Edelmann. Sie habe ihr Amt von 2010 an ausgeübt und es im vergangenen Jahr aus beruflichen Gründen niedergelegt. Auf seine Aufrufe hin habe sich bisher allerdings niemand aus dem evangelisch geprägten Dorf gemeldet. Auch bei Geburtstagen und bei Begegnungen auf der Straße habe er die Lütgenhäuser auf das Problem aufmerksam gemacht. Die jüngeren Gläubigen im Ort seien jedoch meistens in Beruf und Familie eingespannt. Die Älteren unter den aktiven Gemeindemitgliedern fühlten sich mit Ende 70 und Anfang 80 der Aufgabe nicht mehr gewachsen.

  Pastor Jens-Arne Edelmann in der Friedhofskapelle Lütgenhausen.Foto: Hinzmann

Träger des Friedhofs ist die Samtgemeinde

Ohne Küster können wir keine Gottesdienste durchführen“, warnt der Pastor. Der Küster halte die Kapelle sauber, stelle in der kalten Jahreszeit am Vorabend die Heizung an, sorge für Blumenschmuck auf dem Altar, schließe auf und wieder zu. Er melde Schäden an die Samtgemeinde Gieboldehausen, in deren Trägerschaft Friedhof und Kapelle stehen. Der Zeitaufwand pro Gottesdienst liege seiner Schätzung nach bei zwei Stunden. Außerdem sei der Küster Ansprechpartner bei den zwei bis drei Beerdigungen im Jahr. Er müsse in Zusammenarbeit mit dem Bestatter die Kapelle dafür herrichten.

„Der Kirchenvorstand der Gemeinde Wollershausen, zu der Lütgenhausen gehört, und ich sind für alle Vorschläge offen“, betont Edelmann. Es sei möglich, sich nur für ein oder zwei Jahre zu verpflichten. Eine Gruppe Freiwilliger könnte sich beim Dienst abwechseln. Es sei kein Problem, das Amt wieder niederzulegen. Dass Wollershäuser, die vereinzelt zu den Gottesdiensten nach Lütgenhausen kommen, den Küsterdienst übernehmen, hält der Pastor für keine gute Idee. Das sollten die Christen vor Ort hinbekommen. Anderenfalls müssten sie sonntags die Sankt-Marien-Kirche in Wollershausen besuchen.

Früher waren Irmtraud Willert und Edith Kahle Küsterinnen

„Die Gottesdienste in der Kapelle finden meines Wissens seit Anfang der 80er-Jahre statt“, sagt Edelmann. Vor Thiele sei Irmtraud Willert Küsterin gewesen, davor Edith Kahle. Die Kapelle gebe es seit Ende der 60er-Jahre. 1968 hätten fünf Lütgenhäuser dafür gesorgt, dass das kleine Gotteshaus eine Glocke bekam: Dieter und Heinrich Holzapfel, Karl Lautenbach, Werner Rhode und Gastwirt Willi Zander. Am 30. Januar sei das Instrument um 13.30 Uhr im niederländischen Nasten gegossen und am 30. Juni in Lütgenhausen geweiht worden.

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Eichsfelder Tageblatt vom 08.02..2019

Mit den Menschen in der Gemeinde verwurzelt

Franz Jacobi (CDU) gibt sein Amt als Bürgermeister von Rhumspringe und seinen Sitz im Gemeinderat nach vielen Jahren auf

Von Nora Garben
  

Rhumspringe. In diesen Tagen prägen Abschiede das Leben von Franz Jacobi. Nach 17 Jahren hat der Bürgermeister von Rhumspringe den Vorsitz der Jagdgenossenschaft abgegeben. Dazu kommt demnächst der Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Rhumequelle und der wohl größte Schritt: die Beendigung seiner kommunalpolitischen Laufbahn. Am 8. Februar gibt Jacobi (CDU) sein Amt als Bürgermeister und seinen Sitz im Gemeinderat ab.

„Der Anlass steht in meinem Personalausweis, da steht mein Geburtstag drin“, sagt Jacobi und lacht. Viele Bürger hätten vermutet, er sei vielleicht krank oder es hätte Ärger im Rat gegeben – beides stimme nicht. Aber: „Irgendwann muss auch mal Schluss sein, und den Zeitpunkt möchte ich selbst bestimmen.“ Eigentlich habe er schon bei der Kommunalwahl 2016 nicht mehr antreten wollen, das sei ihm aber nur im Bereich der Samtgemeinde, nicht im Gemeinderat Rhumspringe gelungen. Dennoch habe er schon damals angekündigt, mit 70 aufzuhören.

Und was kommt nun? Mehr Zeit für die Familie und für das, worauf „man neugierig ist“. Dazu zählt für Jacobi vor allem die Natur. Außerdem kann sich der ­69-Jährige neben Geschichte auch für Flugzeugtechnik begeistern und nutzt EDV-Programme, um Flüge auf der ganzen Welt nachzuverfolgen.

  Fast 20 Jahre lang war Franz Jacobi Bürgermeister von Rhumspringe. Foto: Richter

Der politische Wechsel in einer Gemeinde sei immer auch positiv zu sehen. So kämen auch mal andere Richtungen in die Politik, und „das ist gut so“, findet Jacobi. Zwei Projekte hätte er trotzdem gerne noch abgeschlossen: den Neubau einer gemeinsamen Kindertagesstätte mit den anderen Gemeinden und das neue Wohngebiet „Südlich der Schule“. „Ich bin trotzdem nicht traurig, denn ich werde die Kollegen in der Verwaltung stundenweise dabei begleiten.“ 45 Jahre im Rat könne man nicht einfach von heute auf morgen wie einen alten Mantel ablegen. „Dafür ist man mit den Menschen in der Gemeinde zu stark verwurzelt“, sagt Jacobi.

Überhaupt sagt Jacobi oft „man“, auch wenn er eigentlich über sich selbst spricht. So als ob es ihm leichter fällt, allgemeingültige Aussagen zu treffen, statt sich selbst zum Thema zu machen. Auch die Antwort auf die Frage, was für ein Bürgermeister er gewesen ist, möchte er anderen überlassen.

Jacobi ist gebürtiger Rhumspringer und hat sein ganzes Leben hier verbracht. Bei Ottobock in Duderstadt machte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann und arbeitete später jahrzehntelang als Rendant in der Finanz- und Vermögensverwaltung der katholischen Kirche. Als er 1973 in die Politik ging, war Jacobi 24. Ein wenig habe das auch mit seinem Vater zusammengehangen, der selbst im Rat der Gemeinde Rhumspringe aktiv gewesen sei, erzählt er.

Zu seiner langen Tätigkeit im Gemeinderat kommen noch zehn Jahre im Kreistag des Landkreises Göttingen und mehr als drei Jahrzehnte im Samtgemeinderat, wo er 20 Jahre lang den Vorsitz der CDU-Fraktion innehatte. Dass er sich politisch so umfangreich einbringen konnte, sei auch seinem damaligen Vorgesetzten zu verdanken gewesen, der sein politisches Engagement „überhaupt nicht als Problem ansah“. Seine Frau Christa und seine Kinder Melanie und Sebastian hätten dagegen schon zeitliche Zugeständnisse machen müssen. Aber: „Meine Familie kennt mich nicht anders.“

Immer wieder betont Jacobi, dass ein Bürgermeister allein nicht viel ausrichten könne. Erst im Zusammenspiel mit den Kollegen in Rat und Verwaltung komme es zu Ergebnissen. In dieser Zeit habe er auch Freundschaften geschlossen, vielmehr aber noch seien es die Personen, mit denen man ein Netzwerk bildet, die diese Zeit prägten. Auch wenn der Begriff „kommunalpolitisches Netzwerk“ manchmal einen negativen Beigeschmack im Sinne von Kungelei habe, müsse es das nicht sein, betont Jacobi. Im Gegenteil, es könne sehr positiv für den Ort sein, wenn bestimmte Dinge auf kurzem Dienstweg ohne viel Bürokratie geklärt werden könnten.

Zwei Tage vor seinem 50. Geburtstag 1999 ist Jacobi Bürgermeister der Gemeinde Rhumspringe geworden, zwölf Tage vor seinem 70. Geburtstag gibt er sein Amt nun ab. Ihm seien immer die Interessen der Menschen im Ort wichtig gewesen, nicht irgendwelche „abgehobenen theoretischen Thesen als Politiker“, sagt er. „Wenn man selbst Ideen hat und diese dann auch noch mitgetragen werden, ist das eine Geschichte, wo Sie sehr zufrieden sein können.“

Franz Jacobi wird in der Gemeinderatssitzung am Freitag, 8. Februar, offiziell verabschiedet. Auf der Tagesordnung stehen zudem die Wahl eines neuen Bürgermeisters sowie die Berufung eines Gemeindedirektors. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Gemeindebüro Rhumspringe, Schulstraße 2.

Ratssitzung 08.02.2019 - Tagesordnung

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Eichsfelder Tageblatt vom 11.02..2019

Franz Jacobi für 20-jährige Amtszeit geehrt

Barbara Hose zur Bürgermeisterin gewählt
  

Rhumspringe. Nach beinahe 20 Jahren als Bürgermeister von Rhumspringe hat Franz Jacobi (CDU) Ende Januar seinen Rückzug aus der Kommunalpolitik angekündigt und sein Mandat zur Verfügung gestellt . Bei der Gemeinderatssitzung am Freitag wurde Barbara Hose (CDU) als seine Nachfolgerin gewählt und vereidigt. Damit hat Rhumspringe zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Bürgermeisterin. Im Anschluss an die Sitzung wurde Jacobi bei einer Feier verabschiedet.

Seine Nachfolgerin lobte die Leistungen von Jacobi: „Ich trete in große Fußstapfen“, sagte Hose. Als Bürgermeisterin werde sie den von ihrem Vorgänger eingeschlagenen Weg weitergehen. Jacobi sei ein Vorbild für alle Generationen im Ort. Er habe Rhumspringe auf einen guten Weg gebracht. Dabei sei Jacobi stets „sachlich, bescheiden, ehrlich und zukunftsorientiert“ vorgegangen. Sie dankte ihm für seinen Einsatz und seine Bereitschaft, auch nach seinem Rückzug der Gemeinde weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 Die neue Bürgermeisterin Barbara Hose und ihr Vorgänger, der langjährige Bürgermeister Franz Jacobi. foto:Brasch

Der stellvertretende Bürgermeister Carl Albrecht Monecke (CDU) würdigte Jacobis vielfältiges Engagement. Jacobi habe stets private Zeit für sein Ehrenamt zur Verfügung gestellt. „Dafür ist es eine Voraussetzung, dass die Familie mitspielt“, sagte Monecke. Für ihr Verständnis und ihre Unterstützung dankte Monecke Jacobis Familie. Außerdem zählte Monecke wichtige Projekte auf, die es ohne den Einsatz von Jacobi so nicht gegeben hätte, darunter die „Quellkonzerte“ und die Schaffung von Neubaugebieten. Steffen Ahrenhold (CDU), Bürgermeister der Samtgemeinde Gieboldehausen, bedauerte, dass er und Jacobi kaum die Gelegenheit hatten, zusammenzuarbeiten: „Mein erster Tag im Rat der Samtgemeinde war gleichzeitig sein letzter“, so Ahrenhold. Er dankte Jacobi für seinen langjährigen Einsatz auf Ebene der Samtgemeinde. Ein Lob für seine Arbeit bekam Jacobi auch von Pastorin Claudia Edelmann von der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Duderstadt. emb

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Eichsfelder Tageblatt vom 09.04.2019

Einsatz für Feuerwehr Rhumspringe

Zimmerbrand in Mehrfamilienhaus am Kirchberg
  

Rhumspringe.  Alarm um 10.30 Uhr am Sonntag: Die Feuerwehr Rhumspringe sowie der Rettungsdienst des DRK und ein Notarzt sind zu einem Zimmerbrand am Kirchberg in Rhumspringe ausgerückt.

Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, brannte es in einem Zimmer im zweiten Obergeschoß des Mehrfamilienhauses, so ein Feuerwehrsprecher. Alle Bewohner hatten das Haus bereits verlassen. Ein Bewohner, der Rauch eingeatmet hatte, wurde vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt.

Das Feuer selbst, so der Feuerwehrsprecher weiter, sei durch einen Trupp unter schwerem Atemschutz mit einem C-Rohr schnell gelöscht worden. Um die betroffene Wohnung rauchfrei zu bekommen, wurde ein Lüfter eingesetzt. Nach Angaben der Polizei in Duderstadt sei der Brand vermutlich aufgrund eines technischen Defekts entstanden. Größerer Gebäudeschaden sei nicht entstanden, lediglich die betroffene Wohnung sei durch Ruß in Mitleidenschaft gezogen worden.

Außer der Feuerwehr Rhumspringe waren zwei Rettungswagen sowie der Notarzt aus Duderstadt vor Ort. Insgesamt waren etwa 20 Kräfte im Einsatz. be

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Eichsfelder Tageblatt vom 17.04.2019

Kirsten Kahle ist die neue Küsterin in Lütgenhausen

Lutheraner finden nach langer Suche Nachfolgerin für Simone Thiele

Von Michael Caspar

 

Lütgenhausen. Kirsten Kahle ist die neue Küsterin der Lütgenhäuser Friedhofskapelle. Auf einen Artikel im „Eichsfelder Tageblatt“ meldete sie sich bei Pastor Jens-Arne Edelmann, der die Gemeinde betreut.

„Beim Frühstück habe ich den Artikel über die vergebliche Suche des Pastors nach einem neuen Küster für unsere Friedhofskapelle gelesen“, berichtet Kahle. Im Gespräch mit ihrem Lebensgefährten, Harry Schrelle habe sie sich entschlossen, das Ehrenamt zu übernehmen. Sie sei keine große Kirchgängerin, aber zur Kapelle habe sie eine besondere Beziehung.

„Meine beiden Männer, mein Sohn und mein verstorbener Ehemann, liegen auf dem Friedhof begraben“, erklärt die neue Küsterin. Beide Beerdigungen habe Pastor Edelmann durchgeführt. Er habe sie und ihren Mann getraut und ihn später während dessen schwerer Krankheit begleitet. Das verbinde. Nun wolle sie etwas zurückgeben. „Als Küsterin muss ich die Kapelle für die monatlichen Gottesdienste putzen“, sagt Kahle. Diese Arbeit sei ihr vertraut. Seit der Schließung der Wäscherei in Duderstadt, ihrem früheren Arbeitgeber, sei sie als Raumpflegerin tätig. In der Kapelle sorge sie für Blumen und Kerzen auf dem Altar. Sie schlage die Nummern der Lieder auf einer Tafel an. Zudem sei sie die Ansprechpartnerin im Ort bei allen Fragen, die das kleine Gotteshaus beträfen. Bei Beerdigungen arbeite sie mit dem Bestatter zusammen.

 

Hat das Küsteramt im April übernommen: Kirsten Kahle mit Pastor Jens-Arne Edelmann vor der Lütgenhäuser Friedhofskapelle. Foto: caspar

„Unterstützung bekomme ich von meinem Lebensgefährten“, sagt Kahle. Schrelle übernimmt zum Beispiel das Läuten der Glocke. Sie hängt in einem kleinen Glockenstuhl, der über einen Nebenraum zugänglich ist. Schrelle ist dort bereits hinaufgestiegen und hat lose Bretter festgeschraubt. „Die Glocke ist 1968 von einer Skatrunde im Ort gestiftet worden“, weiß Pastor Edelmann. Gegossen wurde das Instrument in den Niederlanden. Die Weihe fand im Juni 1968 statt. Schrelle sind auch die losen Steinplatten in der Nähe der Kapellentür aufgefallen. Wasser hat die Erde im Hangbereich fortgespült. „Das muss die Samtgemeinde, der der Friedhof und die Kapelle gehören, wieder richten“, meint Schrelle. Er selbst dürfe das aus Haftungsgründen nicht tun..

„Ich bin sogar wieder in die Kirche eingetreten, weil meine Partnerin dieses Amt übernommen hat“, sagt Schrelle, dessen aus Schlesien gebürtige Familie sich nach dem Krieg im Eichsfeld wieder zusammenfand. Sein katholischer Freund, Günther Abram, sei mit ihm zusammen in die evangelische Kirche aufgenommen worden. Er wolle Kahle künftig vertreten, sollte sie mal keine Zeit haben.

„Noch zwei weitere Gemeindemitglieder wollen mich unterstützen“, freut sich Kahle. Lutz Jacob ist der Vater ihrer Vorgängerin, Simone Thiele, die das Küsteramt bis 2018 ausgeübt hat. Und Hans-Werner Willert ist der Ehemann von Imtraud Willert, der Vorgängerin von Thiele.

Hilfe gibt es außerdem von Reinhard Anhalt, der sich um die Mikrofone in der Kirche und um die wichtige Lautsprecheranlage kümmert. „In der Kirche gibt es 40 Sitz- und einige Stehplätze“, erklärt Schrelle. Bei Beerdigungen müssten oft mehr als zehn Trauernde vor der Kapelle stehen.

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Eichsfelder Tageblatt vom 03.05.2019

Walking- und Volkswandertag

Wanderfreunde Rhumspringe bieten drei Routenvarianten an
  

Rhumspringe.  Drei unterschiedliche Routen stehen beim 32. Internationelen Walking- und Volkswandertag in Rhumspringe am Sonntag, 5. Mai, zur Wahl. Organisiert wird die Veranstaltung von den Wanderfreunden 1984 Rhumspringe. „Eine ideale sportliche Betätigung ohne Leistungsdruck und an frischer Luft“ wollen die Wanderfreunde mit ihrem Walking- und Volkswandertag am 5. Mai bieten. Start ist von 8 bis 10.30 Uhr am Schützenhaus in Rhumspringe. Es gibt eine Kinderstrecke von etwa drei Kilometern, eine sechs und eine elf Kilometer lange Wanderroute, teilen die Organisatoren mit. Damit soll dem trainierten Wanderer ebenso Rechnung getragen werden wie denjenigen, die gemütlich die Natur durchstreifen möchten. be

Auskunft und Anmeldung bei Martin Hartelt, Telefon 05529 / 999698, E-Mail an Wanderfreunde@web.de.

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Eichsfelder Tageblatt vom 09.05.2019

Eichsfelder Jugendwehren im Wettstreit

Vorbereitungs- und Gemeindewettkämpfe
  

Rhumspringe / Landolfshausen. Die Jugendfeuerwehren Rhumspringe und Landolfshausen feiern 40- beziehungsweise 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass richten die einen die Vorbereitungs- und die anderen die Gemeindewettbewerbe aus.

Rhumspringe ist Gastgeber für die Vorbereitungswettbewerbe der Jugendfeuerwehren am Sonnabend, 11. Mai. Ab 8.45 Uhr gehen 22 Gruppen aus den Samtgemeinden Gieboldehausen, Radolfshausen und der Stadt Duderstadt an den Start, hat Feuerwehrsprecher Holger Raabe mitgeteilt. Parallel präsentiere sich die Wehr am Feuerwehrhaus bei einem Tag der offenen Tür. Die Einsatzfahrzeuge sowie deren neue Fahrzeughalle werden ebenfalls der Öffentlichkeit präsentiert. Momentan seien die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehr leicht rückläufig, so Raabe. Kinder können ab dem zehnten Lebensjahr beitreten. „Wir führen die Jugendlichen langsam an die Brandschutzerziehung heran, lehren sie das richtige Verhalten im Brandfall.“ Aber auch der Freizeitspaß komme nicht zu kurz. Derzeit gestalten die Jugendfeuerwehren Rhumspringe und Gieboldehausen ihre Dienste gemeinsam.

Den Zuschlag für die Gemeindewettkämpfe hat die Jugendfeuerwehr Landolfshausen erhalten, die in diesem Jahr ihr fünftes Jahrzehnt vollendet. Der Start ist für 9 Uhr geplant. Die Siegerehrung soll um 14.30 Uhr stattfinden, sagt Gemeindebürgermeister Michael Becker (SPD). Ab 17 Uhr soll der Tag mit der Dorfgemeinschaft ausklingen. Für Musik sorgt DJ Goldi. rf

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Eichsfelder Tageblatt vom 11.05..2019

Neustart für Quellen-Konzerte nach Sanierungsarbeiten

Kinderliedermacher Reinhard Horn und regionale Musikgruppen treten an der Rhumequelle auf

Von Claudia Nachtwey
  

Rhumspringe. Sechs Termine mit Musik und Unterhaltung stehen auf dem Programm der neunten Rhumspringer Quellen-Konzerte. Die Vorbereitungen für die Veranstaltungsreihe vom 23. Juni bis zum 22. September sind abgeschlossen.

Nachdem der Rhumspringer Bürgermeister Franz Jacobi (CDU) im vergangenen Jahr angekündigt hatte, etwas kürzer treten zu wollen und die Organisation der Quellen-Konzerte der nachfolgenden Generation zu überlassen, hat der Kulturausschuss der Gemeinde die Aufgaben übernommen. Eigentlich sollte die Open-Air-Konzertreihe an der Rhumequelle alle zwei Jahre stattfinden, doch im vergangenen Jahr wurde dieser Zyklus wegen der Sanierungsarbeiten auf dem Gelände unterbrochen.

Für dieses Jahr stehe nun das Programm, kündigt Ausschussvorsitzende Barbara Scholz erfreut an. „Dabei waren wir eigentlich etwas spät dran mit den Planungen, sodass wir sehen mussten, welche Musikgruppen noch Termine frei hatten“, sagt Scholz, bei der die Fäden der Organisation zusammenlaufen. Außerdem habe das Ausschuss-Team darauf geachtet, bei den Konzerten Überschneidungen mit anderen Terminen zu vermeiden wie zum Beispiel mit dem Eichsfeld-Festival vom 6. bis 8. September in Duderstadt.

Neu sei in diesem Jahr eine Konzert-Kooperation mit der Reinhard-Horn-Grundschule in Rhumspringe. Die Schülerinnen und Schüler haben den Namensgeber der Schule, den Kinderliedermacher Reinhard Horn, eingeladen, um mit ihm zusammen eine Aufführung an der Rhumequelle zu gestalten. „Das wird wegen des großen Aufwands die einzige Veranstaltung sein, die Eintritt kostet. Alle andere Konzerte können wir dank der Sponsoren wieder kostenfrei, nur für einen kleinen Spenden-Obolus, anbieten“, sagt Scholz.


Liedermacher Reinhard Horn – hier gemeinsam mit den Kindern der Reinhard-Horn-Grundschule Rhumspringe – tritt in der Reihe Quellen-Konzerte auf. Foto: Hartwig

Bereits mehrmals ist Reinhard Horn schon zu einem Konzert nach Rhumspringe gekommen, zuletzt in der Adventszeit vergangenen Jahres. Nun soll ein ähnliches Event im Sommer, nämlich am Freitag, 28. Juni, stattfinden. Beginn ist um 16 Uhr. „Das Motto lautet Lachen-Singen-Tanzen, und es wird wieder ein Mitmach-Konzert für alle“, sagt Schulleiterin Katharina Woitschewski, die 2017 nach einem Horn-Konzert die Idee mit der Namensgebung hatte, da Musik zum Leitbild der Schule gehöre. „Dass eine Schule ihren musikpädagogischen Weg mit meinem Namen verbindet, ist eine unglaublich große Ehre für mich“, so der Liedermacher. Die Kinder freuten sich riesig darauf, den Namensgeber ihrer Schule bald wiederzusehen, sagt Woitschewski. Das Besondere an den Konzerten von Reinhard Horn ist, dass die Kinder auf der Bühne mit einbezogen werden.

Der Auftakt der Quellenkonzerte startet aber schon am Sonntag, 23. Juni, um 15.30 Uhr mit dem Duderstädter Chor „Light of Gospel“ und der Gerblingeröder Gitarrengruppe Saitenklang. Am Sonntag, 21. Juli, präsentiert ab 16 Uhr die Lauseberger Bigband aus Krebeck ihr breites Repertoire aus Schlagern, Evergreens und Swing. Der Rhumspringer Kirchenchor wird am Sonntag, 1. September, ebenfalls ab 16 Uhr mit Chorstücken verschiedene musikalischer Stilrichtungen zu hören sein. Passend zum Ambiente wird außerdem die Eichsfelder Autorin Melanie Buhl ihr neues Buch vorstellen, eine mystische Erzählung über die Nixe Rhuma.

Am Sonntag, 18. August, geht es weiter mit dem Shanty-Chor, der im Anschluss auch die Gäste zum Mitsingen animieren will. Beginn ist um 16 Uhr. Und auch die Nachbarorte wollen sich am Programm der Quellenkonzerte beteiligen. Der Musikzug Schapö (Scharzfeld-Pöhlde), bei dem auch einige Rhumspringer mitspielen, wird am Sonntag, 22. September, ab 16 Uhr die diesjährige Konzertreihe an der Rhumequelle beenden.

Flyer Quellenkonzerte

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Eichsfelder Tageblatt vom 14.05.2019

Wettbewerb der Feuerwehren

17 Gruppen  trotzen dem Regen
  

Rhumspringe Jugendliche Feuerwehrleute aus der Region haben bei den Vorbereitungswettbewerben für die Stadt-und Gemeindewettbewerbe am kommenden Sonnabend sowie die Anfang Juni stattfindenden Kreiswettbewerbe in Rhumspringe dem Dauerregen getrotzt. Ausgerichtet hat die Veranstaltung die Jugendfeuerwehr aus Rhumspringe, die ihr 40-jähriges Bestehen feierte.

17 Jugendfeuerwehrgruppen aus den Gemeinden Gieboldehausen, Radolfshausen, Bovenden und der Stadt Duderstadt starteten am Sonnabendmorgen bei den Vorbereitungswettbewerben in Rhumspringe. Trotz des anhaltenden Dauerregens hätten sie „eine beachtliche Leistung“ gezeigt, heißt es in einer Mitteilung. Beim sogenannten A-Teil galt es, eine Wasserentnahmestelle Unterflurhydrant sowie die Wasserversorgung mittels B-Schläuchen zur Tragkraftspritze und dann zum Verteiler herzustellen. Danach wurden drei C-Rohre zur Brandbekämpfung geholt. Dabei hatten die Teilnehmer Hindernisse wie Leiterwand, Hürde und Kriechtunnel zu überwinden.

Beim zweiten Teil des Wettbewerbs absolvierten die Jugendlichen einen Staffellauf. Dabei mussten unter anderem ein C-Schlauch aufgerollt, ein doppelter Ankerstich um ein Strahlrohr gelegt und eine Leine durch ein Ziel geworfen werden.

Die Jugendfeuerwehr aus Falkenhagen hatte die Nase vorne. Sie sicherte sich den ersten Platz, gefolgt von den Gruppen aus Seulingen (2), Obernfeld (3), Breitenberg (4) und Billingshausen/Spanbeck (5).

Ausgerichtet wurden die Wettbewerbe von der Rhumspringer Feuerwehr, dessen Jugendabteilung ihr 40-jähriges Jubiläum feierte. Die Wehr ließ die Vorbereitungswettkämpfe mit einem Tag der offenen Tür ausklingen. be

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Eichsfelder Tageblatt vom 18.05..2019

Neue Schaltzentrale in Betrieb genommen

Energie-Netz-Mitte investiert 380.000 Euro in den Neubau

Von Nora Garben
  

Rhumspringe. Axel Fette, Leiter der EAM-Netzregion Göttingen und Hardegsen, hat am Dienstag zusammen mit Steffen Ahrenhold, Bürgermeister der Samtgemeinde Gieboldehausen, und Ortsbürgermeisterin Barbara Hose die neue Schaltstation in Rhumspringe offiziell in Betrieb genommen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Energie-Netz-Mitte, der Netzbetreiber der EAM, hat eigenen Angaben zufolge etwa 380.000 Euro in den Neubau investiert. Die neue Schaltanlage trage zur weiteren Erhöhung der Versorgungssicherheit in der Region bei und erweitere zudem die Fernsteuerbarkeit im EAM-Netz, sagte Fette.


Rhumspringes Bürgermeisterin Barbara Hose, Gieboldehausens Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold, Axel Fette, Leiter der EAM-Netzregion Göttingen und EAM-Netzschutzmeister Daniel Donnerstag (v.l.) nehmen die Anlage in Betrieb. Foto: r

„Mit dem stetigen Ausbau der Netzinfrastruktur erbringt die EAM einen wichtigen Beitrag, um Elektromobilität und Smart Grids – also intelligent gesteuerte Netze – zu integrieren“, so Ahrenhold. Im Februar wurde die rund 40 Tonnen schwere Schaltstation als Fertigbau mit einem Schwertransporter geliefert und mittels eines Krans an ihren Bestimmungsort gehoben. Nach Fertigstellung der Installationsarbeiten konnte die Schaltanlage nun an das Mittelspannungsnetz der EAM angeschlossen und in Betrieb genommen werden.

Die Schaltstation ist ein Netzknotenpunkt im Mittelspannungsnetz der EAM. Über die Schaltstation wird das Mittelspannungsnetz von den Netzleitstellen der EAM in Baunatal und Kassel aus fernüberwacht und geschaltet. Der Neubau der Schaltstation Rhumspringe ist Teil der Investitionen der EAM zur Neustrukturierung, Modernisierung und zum Ausbau der Stromnetze. Die Realisierung des Bauvorhabens erfolgte der EAM zufolge mit regionalen Unternehmen.

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Eichsfelder Tageblatt vom 25.05.2019

Geht der Trend zur „Sammeltaufe“?

Pfarrei St. Sebastian kündigt in den Pfarrnachrichten ein neues Konzept an

Von Markus Riese
  

Eichsfeld / Landkreis. Die Pfarrei St. Sebastian in Rhumspringe hat in ihren Pfarrnachrichten den Übergang zu „Sammeltaufen“ angekündigt. Auf Nachfrage wollte Pfarrer Markus Grabowski noch nicht ins Detail gehen, weil derzeit noch das Konzept dafür erarbeitet werde. Dieses soll am 11. Juni beschlossen und erst danach vorgestellt werden. Fest steht bereits: Eltern, die ihre Kinder ab September 2019 taufen lassen wollen, sollen eine Anmeldung im Pfarrbüro abgeben und dann „etwas Geduld aufbringen, bis der erste Tauftermin im Herbst 2019 und die beiden Vorbereitungsabende bekanntgegeben werden“, heißt es in den Pfarrnachrichten.

„Taufen werden sinnvollerweise immer zusammen gefeiert“, kommentiert Propst Bernd Galluschke. Es gebe zwar auch Einzeltaufen, aber häufig würden drei oder vier Kinder gemeinsam getauft. Manchmal kennen sich die Eltern bereits vorher, manchmal lernen sie sich durch die gemeinsame Feier und die Vorbereitungen darauf erst kennen. Gelegentlich würden auf diese Weise sogar neue Freundschaften entstehen; Zugezogene bekämen Kontakt zu anderen Einwohnern.

Die Taufe als freudiges Ereignis in einer größeren Gruppe zu feiern, das sei „bei uns eigentlich ganz normal“, so Galluschke. Mit dem Begriff „Sammeltaufen“ könne er deswegen nicht viel anfangen.

Verständnis für die Idee der Pfarrer von St. Sebastian hat er dennoch: „Wir haben in der Kirche immer weniger Personal zur Verfügung, und vieles läuft ja am Wochenende – Taufen, Trauungen, reguläre Gottesdienste, Besuche bei Vereinen und einiges mehr.“ Da sei es schon eine Herausforderung, weiterhin die gewohnte Vielfalt anzubieten. „1978 hatten wir noch 28 Pfarrer in 28 Gemeinden. 2014 waren es noch sechs Pfarrer, demnächst sind es nur noch vier“, beschreibt Galluschke. Dennoch versuche er, Wünsche von Familien möglichst flexibel zu berücksichtigen. Gleichzeitig habe er festgestellt, dass gerade jüngere Familien recht entspannt damit umggingen, wenn ein Wunsch mal nicht erfüllt werden könne. „Da wird dann entweder auf einen anderen Ort oder eben einen anderen Termin ausgewichen, das ist in aller Regel kein Problem.“ Internetforen, in denen sich erboste Eltern massiv über Kirchen beschweren, weil sich zum Beispiel die Uhrzeit für eine Taufe verschoben hat, schaue sich Galluschke gar nicht erst an: „In persönlichen Gesprächen erleben wir so etwas nicht“, sagt er.

Auf Flexibilität setzt auch Wigbert Schwarze, Dechant des Dekanats Göttingen: „Wir sind in unserer Kirchengemeinde vielseitig unterwegs“, sagt er. Es gebe feste, aber auch persönliche Tauftermine sowie Taufkurse für das gesamte Dekanat.

„Wir sprechen nicht von Sammeltaufen, sondern von Tauffesten“, erklärt Superintendent Friedrich Selter für die evangelische Kirche. Diese würden oft an besonderen Orten stattfinden – das nächste Mal übrigens am 16. Juni in Besenhausen. Wenn das Wetter mitspielt, wird sogar mit Leinewasser im Fluss getauft. „Natürlich erfordern solche Taufgottesdienste einen besonderen Aufwand, was Organisation und Logistik angeht. Aber es lohnt sich, weil solche großen Tauffeste für alle ein besonderes Ereignis sind“, findet Selter. In der Regel seien etwa zehn Täuflinge dabei, im Kloster Amelungsborn seien es auch schon bis zu 100 gewesen.

Dennoch bleibt so etwas auch in der evangelischen Kirche die Ausnahme: „Uns ist auch wichtig, dass Taufen normalerweise im Gemeindegottesdienst stattfinden, weil die Taufe ja schließlich zugleich die Aufnahme in die Gemeinde bedeutet“, sagt der Superintendent. Wie bei Galluschke komme es auch bei Selter „häufig vor, dass zwei oder drei Taufen in einem Gottesdienst gefeiert werden. Da sprechen wir noch nicht von einer Sammeltaufe.

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Eichsfelder Tageblatt vom 11.06..2019

Würdenträger abgeholt und geehrt

Über vier Stunden sind Schützen, Einwohner und Gäste am Sonntag durch Rhumspringe gezogen

Von Nora Garben
  

Rhumspringe. Bei bestem Wetter ist am Sonntagvormittag der Umzug des 523. Schützenfestes in Rhumspringe gestartet. Begleitet von zwei Kapellen ging die Marschroute zu zahlreichen Stationen im ganzen Ort, an denen die Würdenträger geehrt und abgeholt wurden. Etwa 300 Einwohner, Schützen und Gäste haben sich auch in diesem Jahr wieder beteiligt.

Schützenhauptmann, vier Majestäten, Leutnant, Realgemeindevorsteher oder Pfarrer – die Liste der zu Ehrenden war umfangreich und umfasste insgesamt elf Namen. Nach dem Start vor dem alten Hotel Rhume ging es über vier Stunden lang durch das Dorf. Musikalisch unterstützt wurde der Schützenumzug erneut vom Musikzug SchaPö, und zum ersten Mal war auch der Waldarbeiter-Instrumental-Musikverein St. Andreasberg mit von der Partie. Damit die Umzugsteilnehmer den langen Marsch auch gut überstanden, wurden sie von den Amtsträgern vor Ort mit kleinen Speisen versorgt.

Dazwischen war es Aufgabe der Junggesellinnen, die Schützen mit Getränken zu bewirten – eine Tradition, die schon seit über 500 Jahren besteht, wie Hartmut Humpert von der Feuerwehr Rhumspringe erklärte.


Aufstellung zum Schützenumzug durch den Ort. Foto: Garben

Die Feuerwehr sorgte mit zwölf Leuten für die Sicherheit der Teilnehmer. An die strenge Kleiderordnung hielten sich die meisten auch in diesem Jahr: Die verheirateten Männer trugen schwarze Anzüge und Zylinder, die Junggesellen marschierten ebenfalls in Schwarz. Verheiratete Frauen und Junggesellinnen trugen weiße Blusen oder T-Shirts und schwarze Röcke oder Hosen. Den Zug der Verheirateten führte Schützenhauptmann Wolfgang Bigalke an, die Junggesellen wurden von Leutnant Simon Sommer geleitet.

Zu den Geehrten gehörte auch die vor wenigen Monaten gewählte Bürgermeisterin Barbara Hose (CDU). Erstmals in der Geschichte werde eine Frau als Bürgermeisterin abgeholt. „Darüber freue ich mich sehr“, sagte Hose. Seit über 520 Jahren pflege die Gemeinde diese Tradition, doch sei das im 21. Jahrhundert eigentlich noch nötig, fragte sie, um dies gleich selbst mit einem entschiedenen Ja zu beantworten. „Denn wir beobachten, dass gerade junge Menschen immer auf der Suche nach einer Gemeinschaft sind, in der sie einen festen Platz haben und die ihnen Halt gibt“, so Hose.

Junge Menschen marschierten beim Umzug auffallend viele mit. Dazu gehörte auch Johanna Hose. Die 27-Jährige lebt zwar schon seit zehn Jahren nicht mehr in Rhumspringe, kommt aber immer extra zum Schützenfest, „weil es Tradition ist“. Auch Laura Schulze und Lisa-Marie Steinmetz beteiligen sich regelmäßig am Umzug. „Ich finde, das muss im Dorf einfach weiter bestehen“, sagte Schulze. „Man ist damit aufgewachsen“, ergänzte Steinmetz.

Als letzte Station des Umzugs stand der Besuch des Ehrenmals mit Schweigeminute, Gedicht und Salutschießen auf dem Programm. Anschließend ging es zurück zum Schützenhaus, wo die Band Raise up auftrat.

Am Montagvormittag standen um 11 Uhr Frühschoppen und Blasmusik auf dem Programm. Bis 17 Uhr konnten die Schützen ihr Glück beim Schuss auf die Königsscheibe versuchen, bevor am frühen Abend die neuen Könige verkündet wurden.

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Eichsfelder Tageblatt vom 13.06.2019

Start der Rhumspringer Quellenkonzerte

Erstes Konzert „Take me to the Water – Bring mich zum Wasser“
  

Rhumspringe. Unter dem Titel „Take me to the Water – Bring mich zum Wasser“ steht ein Konzert des Ensembles „Lights of Gospel“ und der Gitarrengruppe „Saitenklang“ an der Rhumequelle. Mit ihm beginnt die diesjährige Konzertreihe der Rhumspringer Quellenkonzerte. Das Konzert am Sonntag, 23. Juni, beginnt um 15.30 Uhr..

Wie bereits in den Jahren zuvor veranstaltet die Gemeinde Rhumspringe die Konzertreihe und bietet die Konzerte kostenlos für die Besucher an. Sie weist darauf hin, dass das Konzert bei Regenwetter ausfällt. mib

Flyer Quellenkonzerte

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Eichsfelder Tageblatt vom 14.06.2019

Kunststoff und Stahl ersetzen Holz

Sanierungsarbeiten an Rhumequelle mit neuer Besucherplattform abgeschlossen

Von Kuno Mahnkopf
  

Rhumspringe. Ziellandung an der Rhumequelle: Vor dem Start der diesjährigen Quellenkonzerte ist die neue Besucherplattform an der Südseite des Quelltopfes fertiggestellt worden. Damit ist die Sanierung der Besucher-Leiteinrichtungen an einer der größten Karstquellen Europas so gut wie abgeschlossen. Fraglich ist allerdings, ob es dort wieder Kioskbetrieb gegen wird.

Vor 20 Jahren hat die Heinz-Sielmann-Stiftung den Rundweg an der als touristischer Hotspot geltenden Rhumequelle mit in den türkis schimmernden Quelltopf hineinragenden Besucherplattformen und Geländern aus Robinienholz ausgestattet. Weitere Pläne zur Steigerung der touristischen Attraktivität wie ein Info-Container mit Übertragung von Unterwasserkamera-Aufnahmen sind nicht zum Tragen gekommen. Der Feuchtigkeit auf Dauer nicht standgehalten haben die Naturmaterialien.

Die südliche Aussichtsplattform, die auch als Bühne für die im zweijährigen Turnus von der Gemeinde durchgeführten Quellenkonzerte dient, wurde bereits 2016 durch eine Kunststoff-Konstruktion ersetzt. Das hat die Arbeitsgemeinschaft (AG) Rhumequelle aus Eigenmitteln sowie mit praktischer Unterstützung der Bauhöfe Rhumspringes und der Stadt Herzberg stemmen können. Für die weiteren Sanierungsarbeiten an der von Wald umstandenen verborgenen Naturschönheit sind die Finanzquellen der EU angezapft worden..


Metallgeländer und Kunststoffbohlen haben das knorrige Robinienholz an der Rhumequelle ersetzt. Foto: r

Aus Sicherheitsgründen zwei Jahre lang gesperrt werden musste die marode Nordplattform, die im vorderen Teil über den Quellenrand ragt. Sie ist jetzt durch eine Konstruktion aus Stahlträgern, Kunststoff-Schwimmkörpern und recycelten Kunststoffbohlen ersetzt worden. Auch die Geländer am Quellen-Rundweg sind ersetzt worden, der Weg selbst ist neu mit Basaltkies beschichtet worden, geplant sind noch Abstellbügel für Fahrräder. „Ersatzweise kamen mit Zustimmung der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises braun beschichtete Aluminiumgeländer zum Einsatz, die der ständig feuchten Luft im Bereich der Quelle mehr Widerstand bieten“, sagt Franz Jacobi. Der Vorsitzende der AG Rhumequelle freut sich, dass sich das Naturdenkmal nach mehrjährigem Bemühen um Zuschüsse aus dem EU-Leader-Programm wieder in einem für Gäste vorzeigbaren Zustand befinde. Am Pfingstwochenende sei das Biotop aufgrund des guten Sommerwetters bereits stark von Touristen aus dem In- und Ausland frequentiert worden.

Bei einem Kostenrahmen von etwa 66.000 Euro erwartet Jacobi 40.000 Euro Zuschuss von der EU. Als weitere Geldgeber nennt er die Sparkassenstiftung Duderstadt, Harz-Energie, EEW, die Gemeinde Rhumspringe und die für den Harzklub tätige Reddersen-Stiftung. Auch ein möglicher Zuschuss der Samtgemeinde Gieboldehausen könne den Eigenanteil der AG und den aufgenommenen Kredit minimieren. Die AG Rhumequelle ist ein gemeinnütziger Verein, dem auch mehrere Kommunen angehören.

Die Zukunft des Quellen-Kiosks solle in der nächsten Mitgliederversammlung beraten werden, teilt Jacobi mit. Der letzte Kioskpächter habe im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben, neue Interessenten seien kaum bis gar nicht zu finden, der Kiosk sei sanierungsbedürftig.

Jacobi schließt nicht aus, dass der Kioskbetrieb aufgegeben und nur noch das Vordach als Unterstand bei Regenwetter genutzt werden könnte. Die Quellenkonzerte, die am Sonntag, 23. Juni, um 15.30 Uhr mit dem Chor „Lights of Gospel“ und der Gruppe „Saitenklang“ starten, können auf jeden Fall wieder von der nördlichen Besucherplattform aus beäugt werden, die einen Rundumblick auf das Naturdenkmal bietet. Am Freitag, 28. Juni, um 16 Uhr ist der Liedermacher Reinhard Horn zu Gast, der Namensgeber der Rhumspringer Grundschule.

Flyer Quellenkonzerte

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Eichsfelder Tageblatt vom 17.07.2019

Singen, erzählen, klönen – op Platt

Nach einer fünfmonatigen Pause kommen die Plattdütschen Frünne das erste Mal wieder zusammen

Von Nora Garben 
  

Rhumspringe. Nach fünfmonatiger Pause haben sich die Plattdütschen Frünne am Dienstagnachmittag zum ersten Mal wieder getroffen, diesmal in Rhumspringe. Auf Einladung des Männervereins St. Sebastian kamen Teilnehmer aus 13 Eichsfelder Orten und vom Rhumspringer Seniorentreff im Pfarrheim zusammen, um gemeinsam zu singen, Geschichten vorzutragen und zu klönen – op Platt selbstverständlich.

Eigentlich treffen sich die Plattdeutschen Frünne monatlich in einer der Ortschaften des Eichsfelds. Doch da es in letzter Zeit einen hohen Krankenstand gegeben habe, wie Werner Grobecker berichtet, mussten die Frünne eine Pause einlegen. Zwischen 60 und 70 Teilnehmer zählt der 73-Jährige meistens, doch es werden weniger. „Wir brauchen Leute, ich bin ja bald der Jüngste“, beklagt er.

Ein festes Programm gibt es bei den Treffen nicht, jeder kann sich zu Wort melden, etwas erzählen oder aufführen. Lydia Langenohl aus Seulingen gehört zu denen, die gerne etwas vortragen. Sie kommt schon seit mehr als 18 Jahren regelmäßig zu den Treffen der Plattdütschen Frünne. Gemeinsam mit Monika Müller aus Gerblingerode hatte die 88-Jährige für diesen Nachmittag einen Sketch vorbereitet: Klaukschieter – Klugscheißer, ein Stück, in dem beide permanent aneinander vorbeireden, weil sie sich immer wieder missverstehen.


Lydia Langenohl (li.) und Monika Müller kommen schon seit vielen Jahren zu den Treffen der Plattdütschen Frünne. Foto: Garben

Plattdeutsch war verpönt

Müller ist noch ein paar Jahre länger dabei alsihre Mitstreiterin. Seit 43 Jahren nimmt die 79-Jährige an den Veranstaltungen der Plattdütschen Frünne teil, weil sie das Plattdeutsche erhalten möchte. Früher sei es verpönt gewesen. Davon berichteten an diesem Nachmittag mehrere Gäste. Viele von ihnen haben erst in der Schule Hochdeutsch gelernt und vorher in ihren Familien nur Platt gesprochen. Das wurde ihnen dann von den Lehrern verboten.

Wie viel Spaß die Besucher beim Austausch auf Platt haben, zeigte sich auch an diesem Nachmittag: Es wurde in die Hände geklatscht, gelacht und wissend genickt. Und in den Geschichten, Gedichten und Liedern ging es viel um früher. Darum, wie die Zeiten damals waren, wie gelebt und gearbeitet wurde. Ein unterhaltsames Beispiel lieferte Reinhold Frölich. Mit viel Humor las er eine Geschichte über die Getreideernte vor und beschrieb, wie Erntehelfer sich nach einem langen Tag in einer Zinkwanne mit Gießkanne und Kernseife Staub und Schmutz abwuschen. Von Duschen keine Rede.

Für den 79-Jährigen gehört Plattdeutsch zum Kulturgut. „Man pflegt heute Museen, macht Traditionspflege, aber das Platt gehört doch auch zur Tradition.“ Frölich hat sogar ein eigenes Buch auf Plattdeutsch veröffentlicht, „Plattdütsch durch datt Joahr“. Darin finden sich unter anderem Geschichten, Anekdoten und Theaterstücke. Die hat er mit Schülern der Grundschule Nesselröden entwickelt. 170 habe er insgesamt in Plattdeutsch unterrichtet, erzählt Frölich. Trotzdem, das Plattdeutsche könne man nicht erhalten, glaubt er. Es gebe einfach niemanden mehr, der es unterrichten könne.

Lehrer können kein Platt mehr

Das bestätigt auch Grobecker. „Wir kranken daran, dass es keine Lehrer gibt, die Platt sprechen und mit den Kindern etwas einüben“, sagt er. „Die Jungen interessiert das nicht mehr“, ergänzt Karl-Heinz Diedrich, Vorsitzender des Männervereins. Dabei habe jeder Ort seine eigene Mundart. In Dörfern, die nur fünf Kilometer entfernt voneinander entfernt liegen, würden bestimmte Worte schon unterschiedlich ausgesprochen, erzählt Grobecker. „Früher hörte man genau, aus welchem Ort jemand kam.“

Für ihn ist Platt eine „herzhafte, direkte Sprache“, die die Menschen verbindet. Ob man sie retten kann? Wer weiß, sagt er. Die Plattdütschen Frünne jedenfalls kommen weiterhin zusammen.

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Eichsfelder Tageblatt vom 19.07.2019

Glaubensfreude trifft auf tiefe polnische Frömmigkeit

Zwölf junge Pilger aus Rhumspringe lernen Auschwitz und Birkenau, die Schwarze Madonna,  das Geburtshaus von Papst Johannes Paul II. und herzliche Gastfreundschaft kennen

Von Stefan Kirchhoff
  

Rhumspringe. Zwölf junge Pilger aus der Rhumspringer Pfarrgemeinde St. Sebastian sind vom 6. bis 14. Juli nach Polen gereist. Unter dem ­Motto: „Wo zwei oder drei in ­meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ ­(Matthäus 18,20) erwiderten sie einen Besuch von Jugendlichen aus Groß Stanisch 2018.

Die Rhumspringer hätten bereits vor drei Jahren bei den Vortagen zum Weltjugendtreffen in Krakau im schlesischen Groß Stanisch (Staniszcze Wielkie) Kontakt mit ihren Gastfamilien gehabt, so Pfarrer Markus Grabowski.

Auf der Hinfahrt habe die Pilgergruppe in Liegnitz (Legnica) Halt gemacht. „Im Sanktuarium des heiligen Jacek (Hiazynth) haben die Pilger von einem Vikar ein Zeugnis über ein eucharistisches Wunder gehört, das sich hier nach Weihnachten 2013 ereignet haben soll. Eine auf den Boden gefallene Hostie sollte im Wasser aufgelöst werden. Doch sie verfärbte sich rot und wies eine merkwürdige Gestalt auf. Eine Untersuchung ergab, dass die Hostie nun aus einem Herzmuskelteilchen eines sterbenden Mannes besteht“, teilte Grabowski mit. „Ein Hinweis auf das Geheimnis der Erlösung am Kreuz durch Jesus Christus?“

Grillen und Museumsbesuche

Grabowski, Initiator und Leiter der Pilgerfahrt, ist als Kind in der Pfarrgemeinde St. Karl Borromäus, Groß Stanisch, aufgewachsen. Im Pfarrsaal wurden die jungen Pilger von ihren Gastfamilien empfangen. „Sie erlebten während der ganzen Woche rundum sehr viel Gastfreundschaft und Gemeinschaft.“ Das Wochenende hätten sie mit Gemeindemesse, Grillen und Museumsbesuch entspannt vor Ort verbracht.


Nach dem Besuch der Schwarzen Madonna, dem Kennenlernen eines modernen Kreuzwegs und der Klosterführung in Tschenstochau nehmen die Rhumspringer und ihre Gastgeber Aufstellung für ein Erinnerungsfoto. Foto: r

Von Montag bis Mittwoch lernten die Jugendlichen die Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau (Auschwitz) kennen, „konnten tragische Zeugnisse menschlicher Barbarei sehen und der ­vielen Opfer von Krieg und Gewalt damals wie heute gedenken“, so Grabowski..

In Krakau seien ihnen bei einem geführten Rundgang berühmte Sehenswürdigen wie die Marienkirche „mit ihrem einzigartigen Hejnal-Signal“, das Wawelschloss mit den Königsgruften oder der ehemals jüdische Stadtteil Kazimierz erläutert worden. Zur zweitägigen Exkursion zählte die „Spurensuche zu Johannes Paul II. in Lagiewniki. Nahe bei Krakau besuchte die Gemeinschaft ein jüngst aufgebautes Sanktuarium des heiligen Papstes und später in Wadowice die Taufkirche und auch sein Geburtshaus, das zu einem modernen Museum umgestaltet ist.“ Johannes Paul II. habe in den 80er-Jahren die Weltjugendtreffen ins Leben gerufen.

Am Donnerstag habe Grabowskis Heimatdorf im Vordergrund gestanden. Er habe „ein paar Episoden aus seiner Kindheit“ erzählt; sie seien in Kajaks gestiegen, auf der Malapane (Mala Panew) gefahren und hätten am Abend am Flussufer mit den Klassenkameraden des Pfarrers und den Gastfamilien gegrillt, so Grabowski.

Am Freitag sei die Gruppe im Zug nach Oppeln (Opole), einer der Bischofssitzstädte von Oberschlesien, gereist. Am Abend habe die Gruppe von Regens Andreas Anderwald, Leiter des Oppelner Priesterseminars, einiges über „Veränderungen, Probleme und Aufbrüche in der polnischen Kirche“ erfahren. Grabowski: „Nach einer heiligen Messe in der Bischofskirche fuhren alle geistlich gestärkt heimwärts und trafen sich am späteren Abend noch zum Bowling.“

Am vorletzten Tag besuchten die Jugendlichen die Schwarze Madonna von Tschenstochau (Czstochowa). Während einer Klosterführung sei ihnen „die tiefe polnische Frömmigkeit in Verbindung zum polnischen Nationalstolz“ vorgestellt worden. „Am Abend feierten alle in Groß Stanisch einen Abschlussgottesdienst“, so Grabowski. „Janina Engelberg hat stellvertretend für die ganze Jugendgruppe eine Einladung ausgesprochen, 2020 erneut ins Eichsfeld zu kommen.“

Am Sonntag seien Abschiedstränen geflossen, so Grabowski. Sie hätten gezeigt, „wie sehr zwischen den Jugendlichen Freundschaft, Zusammengehörigkeit und Glaubensfreude über alle Grenzen hinaus gewachsen ist“.

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Eichsfelder Tageblatt vom 22.07.2019

Lauseberger Big Band spielt vor „fantastischer Kulisse“

Rhumspringer Quellenkonzerte unter neuer Leitung / Organisationsteam ist zufrieden

Von Vicki Schwarze
  

Rhumspringe. Ob die Nixe Rhuma Musik mag, lässt sich nicht eindeutig beweisen. Aber die Lauseberger Big Band aus Krebeck gab sich im Rahmen der Rhumspringer Quellenkonzerte alle Mühe, weitere Musikfreunde zu gewinnen.

In dem einzigartigen Ambiente bei herrlichstem Sommerwetter brachten die Krebecker den einen oder anderen Fuß zum Wippen. „Wir freuen uns, vor dieser fantastischen Kulisse spielen zu dürfen“, sagt Big-Band-Leiterin Nicole Otto. Die Musiker hatten ein wenig mit dem hin und wieder auftretenden böigen Wind zu kämpfen. Doch die Notenblätter blieben alle an ihrem Platz.

Breites Spektrum

Mit dem Titel „Big Spender“ aus dem Musical „Sweet Charity“ eröffnete die Band das Konzert. Vom „bösen“ Jungen „Bad, Bad Leroy Brown“ erzählten sie mit ihren Instrumenten auch. Tierisch ging es beim Lied „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ zu. Das Publikum zeigte sich begeistert angesichts des breiten Spektrums, das die Künstler abdeckten. Die Auswahl der Lieder kam an, wenn auch eine Besucherin beim Titel „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ ihrer Nachbarin leise zuflüsterte: „Bis dahin ist es hoffentlich noch ein wenig hin. Jetzt soll erst noch ganz lange Sommer sein.“

Die meisten Besucher erwiesen sich als alte Konzerthasen. Bewaffnet mit einer mehr oder weniger bequemen Sitzmöglichkeit, einer Decke für die Gemütlichkeit und gegen eine leichte Kühle, positionierten sie sich um die mystisch wirkende Rhumequelle herum. Andere nutzen die Musik als Einschlafhilfe für den noch sehr munteren Nachwuchs im Kinderwagen.


Konzert der Lauseberger Big Band im Rahmen der Rhumspringer Quellenkonzerte. Foto: Schneemann

Abgespeckte Form versucht

Über das ganze Gesicht strahlte Barbara Scholz, die Vorsitzende des Kulturausschusses der Gemeinde Rhumspringe. Der Ausschuss hatte die Ausrichtung übernommen, nachdem der damalige Bürgermeister Franz Jacobi angekündigt hatte, sich aus der Organisation der Quellenkonzerte zurückziehen zu wollen. „Es klappt alles“, freut sich Scholz. Sie und ihre Mitstreiter setzen vorerst noch auf das Konzept der vergangenen Jahre. „Wir haben es erst einmal in abgespeckter Form versucht, wollten erst einmal sehen, wie es läuft“, erläutert Scholz.

Die Zahlen, die die bisherigen drei Konzerte erbracht haben, geben den Rhumspringern recht. „Es ist ja ein sehr gemischtes Publikum“, verdeutlicht Scholz. Nach wie vor soll regionalen Gruppen die Chance gegeben werden, sich zu präsentieren. Auch freier Eintritt soll weiter gewährleistet sein. Für eine kleine Spende in die Sammeldosen sind die Organisatoren sehr dankbar. „Die Sponsoren sind uns erhalten geblieben“, berichtet die Vorsitzende des Kulturausschusses.

Mit dem Erlös werden beispielsweise die Gruppen bezahlt. Und die eine oder andere Formation bringt nicht die eigene Technik mit. „Die müssen wir dann besorgen und natürlich auch bezahlen“, sagt Scholz.

Abschlusskonzert vorstellbar

Große Neuerungen, was die Präsentation angeht, sind erst einmal nicht vorgesehen. Vorstellbar für die Organisatoren wäre allerdings wieder ein Abschlusskonzert. „Danach haben uns schon mehrere Leute gefragt“, berichtet Scholz, die sehr froh ist, dass die Arbeit im Team so gut funktioniert. Nur lobende Worte in dieser Hinsicht findet auch die neue Rhumspringer Bürgermeisterin Barbara Hose, die den neu beschrittenen Weg voll und ganz unterstützt.

Das Programm für dieses Jahr steht ja bereits fest, aber für 2020 haben die Rhumspringer schon Interessenten, die sich gern in der einzigartigen Umgebung präsentieren würden. „Der Kirchenchor aus Rhumspringe hat sich schon angeboten, bei uns zu singen“, verrät Scholz abschließend. Und vielleicht gibt es auch kulinarisch noch eine Neuheit. „Getränke und Kekse haben wir ja jetzt schon, aber einige haben auch nach Eis gefragt“, sagt die Vorsitzende und lacht dabei.

Flyer Quellenkonzerte

Auch Nixe Rhuma liebt die Konzerte

Alle zwei Jahre kommen Musikliebhaber an der Rhumequelle in Rhumspringe auf ihre Kosten. Die sogenannten Quellenkonzerte locken immer zahlreiche Besucher an diesen mystischen Ort. Eine der größten Quellen Europas ist Veranstaltungsort für insgesamt sechs Konzerte. Bis Ende September warten noch drei weitere Konzerte auf die Besucher. Am 18. August gastiert der Harzklub Rhumspringe, am 1. September der Kirchenchor Rhumspringe und Autorin Melanie Buhl und am 22. September der Musikzug SchaPö (Scharzfeld und Pöhlde). Beginn ist jeweils um 16 Uhr. Dank des Einsatzes der Sponsoren sind alle Konzerte kostenlos. Gegen Spenden haben die Rhumspringer allerdings nichts einzuwenden, um auch in Zukunft die einzigartige Kombination anbieten zu können. Schutz und Erhalt von Flora und Fauna hat bei dieser Veranstaltungsreihe absolute Priorität. Aus diesem Grund gibt es keine Sitzplatzmöglichkeiten.

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Eichsfelder Tageblatt vom 23.07.2019

„Das Schlimmste behielt er für sich“

94-jährige Helene Vogt erinnert an den mutigen Widerstand  ihres Cousins Robert Hartmann gegen das NS-Regime und seine Zeit im KZ Dachau

Von Markus Scharf 
  

Rhumspringe. 1940 übernahm Pfarrer Robert Hartmann die Gemeinde St. Sebastian in Rhumspringe. Seine Cousine Helene Vogt zog mit ins Pfarrhaus und erledigte den Haushalt. Nach knapp 80 Jahren kehrt die 94-Jährige zurück.

Helene Vogt steht seit sehr langer Zeit wieder in dem Haus, in dem sie in den 1940er Jahren lebte. Vieles hat sich verändert, auch die Adresse. Sie trägt jetzt den Namen ihres Cousins. Aber in ihrer Erinnerung ist alles noch in seiner ursprünglichen Version sichtbar: die Küche, ihr Schlafplatz oder das Bild mit dem religiösen Motiv.

Ihre Neffen Gerhard und Bernward Böning hatten den Kontakt zum heutigen Pfarrer Markus Grabowski aufgenommen und den Besuch vermittelt. Der zeigt sich sichtlich beeindruckt, wie klar und detailreich Vogt von ihrer Zeit in Rhumspringe berichtet. Vor allem von dem Mann, der sich mutig dem NS-Regime entgegenstellte, den die Gestapo nach Dachau verschleppte, und der Konzentrationslager und Todesmarsch überlebte.

Volksnaher, musikalischer und froher Seelsorger

Der gebürtige Obernfelder Hartmann bezieht klar gegen das NS-Regime Stellung. Beispielsweise verteilt er den sogenannten Möldersbrief, ein Symbolschreiben des Naziwiderstands, unter den Jugendlichen seiner Gemeinde. Als er seine Kritik dann öffentlich in einer Predigt äußert und sagt, dass in Deutschland zehn Prozent der Bevölkerung den übrigen 90 Prozent ihre Vorstellungen aufzwängen, wird er wenig später verhaftet – im Beisein des damaligen Bürgermeisters von Rhumspringe und unter Widerstand besonders der Frauen des Ortes, wie Vogt erzählt. Hartmann ist als volksnaher, musikalischer und froher Seelsorger beliebt.


Helene Vogt besuchte mit ihren Neffen das Pfarrhaus Rhumspringe und Pfarrer Markus Grabowski (r.). Foto: R

Pfarrer Grabowski ist aufmerksamer Zuhörer der Geschichten aus der Vergangenheit der Kirchengemeinde, in der er mittlerweile auch seit neun Jahren arbeitet. Zwar habe er bereits einiges über seinen Vorgänger Hartmann von Mitgliedern der Gemeinde erfahren können. „Aber Schilderungen von jemandem, der so nah dran war, haben eine andere Wirkung.“ Er zeigt sich sichtlich beeindruckt.

Lebensfreude verloren

Vogt zieht es in den Kriegsjahren zurück in ihr Heimatdorf Weißenborn, wo sie heiratet und erleben darf, dass ihr Cousin die Zeit im Konzen­trationslager überlebt und bei einem Todesmarsch seinen Peinigern entkommen kann. Als Pfarrer Hartmann ins Eichsfeld zurückkehrt, ist er aber nicht mehr der Alte. Seine Cousine erinnert sich an lange Gespräche, wenn sie ihn in den Folgejahren immer wieder besucht. Einige seiner Erfahrungen teilt er mit ihr, andere nicht. „Das Schlimmste behielt er für sich“, sagt sie.

Zwar übt Hartmann seinen Dienst als Pfarrer für weitere zehn Jahre aus. Aber er habe seine Lebensfreude verloren und sei krank geworden, beschreibt Vogt die Jahre bis zu dessen Tod im September 1955. Bei der Beerdigung in Rhumspringe sind allein mehr als 50 Geistliche anwesend, die Pfarrer Hartmann ihre letzte Ehre erweisen. An diesen Tag kann sie sich genauso deutlich erinnern wie an den Tag seiner Verhaftung.

Von dem existiert noch ein Protokoll, das sich Vogts Neffen bei ihren Recherchen kopieren konnten. Sie planen, einen ausführlichen Zeugnisbericht über das Leben ihres Onkels zu erstellen. Eine große Rolle dürfte darin auch Vogt spielen, die sich mit dem Besuch des Rhumspringer Pfarrhauses einen großen Wunsch erfüllt hat.

Nach zwei Stunden ist aber auch ihr Gesprächspartner sichtlich bewegt. „Ich bin tief beeindruckt und dankbar für eine Begegnung, die Geschichte hat lebendig werden lassen.“ Der Besuch von Helene Vogt sei aufklärend und lehrreich gewesen, sagt Grabowski. Zeitzeugengeschichten seien wertvoll, um gerade bei jungen Menschen von heute das Bewusstsein für die Geschichte wach zu halten und sie aus Fehlern lernen zu lassen.

Die Umstände der Verhaftung

Pfarrer Robert Hartmann war 48 Jahre alt, als er 1942 in einer Sitzung der Caritashelferinnen seiner Gemeinde über ein Schriftstück sprach, das in katholischen Kreisen kursierte, den „Möldersbrief“. In dem vermutlich vom britischen Auslandsgeheimdienst verfassten Schriftstück kommt eine christliche Haltung zum Ausdruck – mit Ansichten, die in diesen Zeiten unerwünscht waren. Wenig später wurde Hartmann von der Gestapo im Gemeindebüro verhört.

Schnell hatten sich 200 Dorfbewohner versammelt, die seine Herausgabe forderten. Die Gestapo zog ab, kehrte jedoch am folgenden Tag mit Verstärkung zurück, nahm Hartmann fest und verbrachte ihn und 13 Rädelsführer vom Vortag ins Gefängnis nach Göttingen. Die Unterstützer wurden zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Hartmann sprach man frei, nahm ihn in „Schutzhaft“ und verfrachtete ihn ins KZ Dachau.

Zuletzt begab sich das Hildesheimer Bistumsarchiv 2017 mit einem Koloquium auf die Spuren der „Priester unter Hitlers Terror“.

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Eichsfelder Tageblatt vom 01.08.2019

Unbekannte verletzen Pferd  mit Grabegabel

Polizei sucht Zeugen  der Tat in Rhumspringe
  

Rhumspringe. Unbekannte Täter haben in Rhumspringe ein Pferd verletzt. Als Werkzeug nutzten sie vermutlich eine Grabegabel. Die Polizei sucht Zeugen der Tat.

Die Tat sei am Mittwoch, 24. Juli, im Laufe des Tages geschehen, teilten die Beamten mit. Das Tier stand auf einer Koppel hinter einer Kleingartenkolonie an der Bahnhofstraße. Am Mittwochnachmittag fiel dem Eigentümer ein geschwollenes Vorderbein auf. Bei Begutachtung stellte er mehrere Einstiche fest. Dazu sah er, dass seine Grabegabel mitten auf der Weide lag.

Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. rf

Hinweise nimmt die Polizei in Gieboldehausen unter Telefon 05528/2054570  entgegen.

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Eichsfelder Tageblatt vom 08.08.2019

Einen Tag lang Spiel und Spaß

Kindersporttag in Rhumspringe – mit Verlosung
  

Rhumspringe. Sport ist Spaß – und den gibt’s am Sonnabend, 31. August, auf dem Platz in Rhumspringe. Ab 12.30 Uhr bietet der örtliche SV Kindern an neun Stationen einen vergnüglichen Tag.

Während des Rhumspringer Sportwochenendes bewegen sich Kinder auf dem Platz an der Lindenstraße im Mittelpunkt. An neun Stationen können sie „lustige Spiele machen und dabei Stempel sammeln. Bei der anschließenden Verlosung gibt es auch Preise zu gewinnen“, teilt Übungsleiterin Reinhild Müller mit. Im Anschluss würden „im Stundentakt verschiede Mannschaftsspiele“ angeboten – von Völkerball bis zur Kin-Ball-Stafflel. „Besondere Aktionen“ seien eine Riesenrutsche und ein „Gladiator Game“. Die Teilnahme an den Spielen sei kostenlos. ski

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Eichsfelder Tageblatt vom 23.08.2019

Pfarrer Grabowski verlässt Rhumspringe

Gemeinde wird künftig von einem Pfarrteam von Gieboldehausen aus betreut

Von Michael Caspar
  

Rhumspringe. Neun Jahre lang ist Markus Grabowski Pfarrer in Rhumspringe gewesen. Am Sonntag, 25. August, wird er verabschiedet. Künftig betreut Pfarrer Matthias Kaminski die sechs Kirchorte.

„Das Bistum Hildesheim führt derzeit im Dekanat Untereichsfeld den überpfarrlichen Personaleinsatz ein, bei dem ein Team mehrere Pfarreien betreut“, erläutert Grabowski. Von nun an werden die sechs Kirchorte der Pfarrei St. Sebastian sowie die Pfarrei Bilshausen von Gieboldehausen aus betreut. Pfarrer Matthias Kaminski steht Gemeindereferent Thomas Bömeke zur Seite. Ihn unterstützt zudem der in Indien gebürtige Pastor Joseph Shijo. Der Pater wird Ende September im Pfarrhaus in Rhumspringe einziehen.

„Es wird eine starke Veränderung geben“, sagt Grabowski. Es würden weniger Messen gelesen. Die Zahl der Sondergottesdienste gehe zurück. Taufen würden in einer gemeinsamen Feier zusammengefasst. Die Katholiken seiner Pfarrei seien voller Sorge, aber auch bereit, sich auf die neue Situation einzustellen. Dass sie das könnten, hätten sie bereits 2014 bei der Fusion der zuvor eigenständigen Pfarreien der damaligen Seelsorgeeinheit gezeigt. Auch damals habe es einen tiefen Einschnitt gegeben.

 

Verlässt nach neun Jahren das Eichsfeld: Rhumspringes Pfarrer Markus Grabowski.
Foto: Caspar

Es komme darauf an, dass die 200 Ehrenamtlichen der Pfarrei „wach und initiativ“ blieben. Ihm sei es wichtig gewesen, zu ihnen einen intensiven Kontakt zu pflegen, sie in Entscheidungsprozesse einzubinden und ihnen bei der Vertiefung ihres Glaubens zu helfen.

Pfarrer Grabowski wird künftig selbst in einem überpfarrlichen Team tätig sein. Er betreut von September an gemeinsam mit zwei Gemeindereferentinnen und Pastor Thomas Thannippara aus Indien die beiden katholischen Diaspora-Pfarreien in Bückeburg und in Stadthagen. Er wird dort an drei Kirchorten für doppelt so viele Gläubige zuständig sein wie bisher – für 8000 statt 4000 Christen.

Grabowskis neue Wirkungsstätte grenzt an seine Heimatgemeinde Garbsen an, wo seine Eltern leben. Außerdem sind in der näheren Umgebung eine Reihe von Pfarrern tätig, die früher mit ihm im Eichsfeld gearbeitet haben: Michael Lerche aus Bilshausen, Peter Wolowiec aus Gerblingerode und Jan Lacky aus Seulingen. Das erleichtere ihm das Ankommen.

„Ich wäre gerne länger im Eichsfeld geblieben“, sagt Grabowski. Er schätze die Frömmigkeit der Menschen. Er sei zusammen mit Gemeindemitgliedern unter anderem nach Rom, Jerusalem und Lourdes gepilgert. Das rege katholische Vereinsleben spreche ihn an. Darüber hinaus suchten auch die säkularen Vereine des Eichsfelds den Kontakt zur Kirche. Beeindruckend seien die vollen Gotteshäuser bei Beerdigungen. Die Menschen seien beim letzten Gang ihrer Nachbarn mit dabei. Anregend habe er die vielen Besuche von Geistlichen und Ordensleuten mit Eichsfelder Wurzeln erlebt, die den Kontakt zur alten Heimat hielten.

„Ich habe mich nicht zuletzt in der Jugendarbeit engagiert“, sagt der Theologe. Zum „geistlichen Abhängen“ am Sonntagabend im Pfarrheim kämen ein Dutzend junger Menschen. Sie würden zusammen spielen, er gebe einen geistlichen Impuls. Dann werde Pizza gegessen. Mit Gruppen aus seiner Pfarrei sei er zu zwei Weltjugendtagen gefahren. Bei dem in Krakau 2016 hätten die jungen Christen Kontakte zu Gläubigen aus seinem Heimatort geknüpft, berichtet der gebürtige Schlesier. Seither gebe es gegenseitige Besuche. Am Herzen gelegen habe ihm auch die geistliche Prägung der Gläubigen. Immer wieder habe er Referenten in die Gemeinde geholt. Andere Schwerpunkte seiner Arbeit sei die Unterstützung von Senioren und Eheleuten gewesen.

Abschiedsgottesdienst

Die katholische Gemeinde St. Sebastian in Rhumspringe verabschiedet am Sonntag, 25. August, ihren langjährigen Pfarrer Markus Grabowski. Der Abschiedsgottesdienst beginnt um 13 Uhr in der Kirche in Rhumspringe. Anschließend findet das alljährliche Pfarrfest statt. Dabei wird der Fanfarenzug spielen. Außerdem tritt die Kindergruppe des Sportvereins auf. Für Kinder hält das Programm eine Hüpfburg und Kinderschminken bereit. Im Kindergarten werden außerdem Buttons gebastelt. Es sollen Gegrilltes mit Pommes, Fischbrötchen und eine Kaffeetafel mit selbst gebackenen Torten angeboten werden.

Von vielen Mitstreitern der vergangenen neun Jahre, Hauptamtlichen, geringfügig Beschäftigten und Ehrenamtlichen wolle sich Grabowski persönlich verabschieden, erzählte er im Gespräch mit dem Tageblatt. „In unseren sechs Kirchorten gibt es sehr viele Menschen, die Pfarrer Markus gerne behalten hätten“, sagt Rosemarie Jütte vom Leitungsteam St. Sebastian.

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Eichsfelder Tageblatt vom 28.08.2019

Unwetter in Rhumspringe: Der ganze Ort räumt mit auf

25 Minuten Starkregen und in der Folge Überschwemmungen
  

Rhumspringe. Am Dienstag, 27. August, ist gegen 16 Uhr ein Unwetter über Rhumspringe hereingebrochen. Circa 25 Minuten dauerte der Starkregen an, Bürgermeisterin Barbara Hose (CDU) fuhr nach eigener Aussage sofort von der Arbeit nach Hause in den Ort.

„Im Schlehdorn steht das Wasser einen Meter hoch auf der Straße, das am stärksten betroffene Haus ist 150 Zentimeter hoch geflutet“, so Hose. Die Verwüstungen seien „verheerend“, in der Schneise von den Feldern über den Holunderweg bis in den Schlehdorn sei das Wasser inklusive Heumahd in den Ort geflossen, somit komme es zu Problemen beim Abpumpen.

Sieben Feuerwehren im Einsatz

Die Feuerwehren aus Rhumspringe, Hilkerode, Gieboldehausen, Wollbrandshausen, Rüdershausen, Wollershausen und Lütgenrode seien sofort zur Hilfe gekommen und versuchten, mit einer Hochleistungspumpe die schlimmsten Schäden zu verhindern.

Doch die Schneise sei nicht der einzige Ortsteil, der überflutet ist. „Auch am Ortsrand sind Wege und Häuser betroffen, die Viktoriastraße und die Straße Am Steinberg zum Beispiel“, so die Bürgermeisterin. Viel Schlamm sei im Ort aufgelaufen, die Baufirma Domeyer helfe „beim Wegschaffen“. Die Initiative der Ortsbewohner rührte Hose: „Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich sehe, wer hier alles von Nachbarn und Helfern aus umliegenden Orten da ist und mit Schneebesen und Hausbesen dafür kämpft, dass der Ort bald wieder frei ist.“ Sie ziehe den Hut vor den Ehrenamtlichen und Privatpersonen. lel

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Eichsfelder Tageblatt vom 29.08.2019

Aufräumen nach der Schlammlawine

25 Minuten Starkregen am Dienstag haben ausgereicht, um Rhumspringe mit Schlamm und Wasser zu überziehen. Am Mittwochvormittag wird aufgeräumt. Besonders hart hat es Familie Gerloff getroffen. „Rund 20 Nachbarn, Freunde und Verwandte helfen beim Aufräumen,“ sagt Bernadette Jacobi, Schwester des Hausbesitzers Gerloff ( Foto 1 ), die natürlich auch mit anpackt.

 

Das große Aufräumen nach dem Unwetter

Schlammlawine nach Starkregen / Nur wenige Anwohner gegen Hochwasser versichert

Von Christiane Böhm

Rhumspringe. 25 Minuten Starkregen am Dienstagnachmittag haben ausgereicht, um den Ort Rhumspringe mit Schlamm und Wasser zu überziehen. Am Mittwochvormittag wird überall aufgeräumt. Besonders betroffen sind der Holunderweg und der Schlehdorn. Und das nicht das erste Mal.

Die Straßen in Rhumspringe sind am Mittwochvormittag alle wieder frei. An vielen Stellen sind noch die rotbraunen Ränder der Schlammbrühe zu sehen, die durch den Ort geflossen ist. In manchen Garageneinfahrten stehen noch Helfer mit Schläuchen und putzen die letzten Reste weg.

In der Straße Schlehdorn kann von letzten Resten noch nicht die Rede sein. Hier hat sich eine große Schlammlawine ergossen. In der Schneise von den Feldern über dem Holunderweg bis in den Schlehdorn sei das Wasser inklusive Heumahd in den Ort geflossen. Durch dieses Gemenge sei es zu Problemen beim Abpumpen gekommen, so Holger Raabe, Feuerwehr-Pressemann von Gieboldehausen. Fünf Häuser sind stark betroffen, besonders das Eckhaus der Familie Gerloff.

Als der Regen am Dienstagnachmittag begann, habe er noch schnell seinen Wagen in die Garage gebracht. „Da habe ich es schon kommen sehen“ erzählt Friedel Gerloff. Schlamm und Erde ergossen sich über seine Einfahrt, den Garten, flossen in den Keller. Bis zu 150 Zentimeter stand der Dreck im Keller.

Bernadette Jacobi

Esther Müller und Jacqueline Priebe beim Aufräumen. Foto: Böhm

Ein Container für all die Dinge, die nicht mehr repariert oder gereinigt werden können, ist am Mittwoch bereits geliefert. Auf dem Rasen stehen Tiefkühlschränke, ein Ergometer, Berge von Winterkleidung überzogen von einer dicken Schicht Schlamm. „Ich habe jetzt auch keine Arbeitskleidung mehr“ sagt Gerloff. Er ist zwar Rentner, werkelt aber gern in seiner Werkstatt. Die Geräte sind vorübergehend in einem kleinen Schuppen gelagert. „Ich weiß noch nicht, ob die noch funktionieren“, sagt Gerloff.

Glück im Unglück sind die vielen Helfer aus der Nachbarschaft, die der Familie zur Hand gehen. Die beiden Töchter sind gekommen, reinigen Schuhe und Tiefkühlschränke. Eine Cousine von Maria Gerloff spült Eimer, Töpfe und Spielzeug ab. „Wenn so etwas passiert, ist es klar, dass wir helfen“, sagt sie. Im Keller sind die großen Dreckmassen inzwischen abgepumpt beziehungsweise eimerweise rausgetragen. Jetzt wird gewischt, die Wände werden abgebürstet. Rund 20 Nachbarn, Freunde und Verwandte helfen momentan, gestern Abend seien es noch mehr gewesen, erzählt Bernadette Jacobi, Schwester des Hausbesitzers Gerloff. Beim Nachbarn waren es 20 Zentimeter Schlammhöhe im Keller, eine Waschmaschine und mehrere alte Sofas muss er wohl wegschmeißen. Den Hausrat werden die Familien von der Versicherung ersetzt bekommen. Das Problem für die Betroffenen sind die Kosten für die Trocknung und die Beseitigung der baulichen Schäden. Denn hier im Schlehdorn sind die wenigsten gegen Hochwasser versichert. „Als wir hier gebaut haben, haben alle gesagt, ihr liegt so hoch, da braucht ihr keine Versicherung gegen Hochwasser“, erzählt Olaf Krause.

Vor fünf Jahren war der Schlehdorn schon einmal von einer Wasser- und Drecklawine betroffen. Das Rückhaltesystem, das etwas unterhalb von Gerloffs Haus im Falle starker Regenfälle das Wasser auffangen soll, habe das schon damals nicht leisten können. Ortsbürgermeisterin Barbara Hose weiß um die Problematik. Dieser Schacht sei nicht ausgelegt für so ein Unwetter. Als die Gebiete bebaut wurden, habe man gedacht, bei der Hanglage werde es keine Probleme geben. „Wir müssen uns jetzt mit Fachleuten zusammensetzen, das Ganze bewerten“, sagt die Bürgermeisterin. Und es im Rat besprechen, ergänzt sie. Sollten Baumaßnahmen nötig sein, kämen erhebliche Kosten auf die Gemeinde zu. Dann müsse die Gemeinde sehen, ob es für solche Maßnahmen beispielsweise Geld vom Land Niedersachsen gebe.

Für die betroffenen Familien ist eine Spendenaktion angedacht. Darauf hätten sie schon am Dienstagabend viele Bürger angesprochen, erzählt Hose.

Sportgelände und Schießstand betroffen

Sonderschichten haben auch die Mitglieder des SV Rhumspringe geschoben. Ihr unmittelbar an der Rhume gelegenes Sportgelände ist ebenfalls betroffen. „Dreiviertel des Platzes sind in Ordnung, nur der Teil, der an der Rhume liegt, ist in Mitleidenschaft gezogen worden – und die davor liegende Laufbahn“, sagt Bernd Mühlhaus, Fachwart Seniorenfußball des SV Rotenberg. Nicht betroffen sei das Sporthaus. Mühlhaus ist sich sicher, dass das von Freitag bis Sonntag geplante Sportwochenende mit zahlreichen Fußballspielen dennoch ausgetragen werden kann. „Den Platz kriegen wir wieder hin, das Drumherum muss warten. Die Laufbahn ist voller Matsch, es wird dauern, bis wir die wieder sauber haben.“

Stark betroffen ist auch der Schießstand in Rhumspringe, berichtet Bürgermeisterin Barbara Hose. Es werde noch eine Weile dauern, bis der Stand wieder benutzt werden könne

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Eichsfelder Tageblatt vom 17.09.2019

Start der Arbeiten im Baugebiet „Südliche Schulstraße“

Vorläufige Fertigstellung Ende Mai: Gemeinde Rhumspringe will Grundstücke in Kürze verkaufen

Von Rüdiger Franke
  

Rhumspringe. Die Arbeiten zur Erschließung des Baugebietes „Südliche Schulstraße“ in Rhumspringe haben am Montag begonnen. Verbunden mitden Bauarbeiten ist eine teilweise halbseitige Sperrung der Schulstraße.

Das Baugebiet müsse an die Kanäle in der Schulstraße angeschlossen werden, erklärt Bauleiter Philipp Günther, warum die Teilsperrung erforderlich wird. Zuvor werde auf der gegenüberliegenden Seite aber noch der Buswendeplatz der Schule erweitert. Denn durch die Sperrung würde der Platz zum Wenden für den Schulbus nicht mehr ausreichen.

Im etwa 13.000 Quadratmeter großen Baugebiet „Südliche Schulstraße“ entstehen zwölf Bauplätze. Zunächst sei sogar noch ein Bauplatz mehr vorgesehen gewesen, erzählt Bürgermeisterin Barbara Hose (CDU). Da sich aber die Interessenten, die sich die Grundstücke auf der Westseite reserviert haben, größere Grundstücke wünschten, habe die Gemeinde die Anzahl um einen Platz verringert.

Um das Baugebiet gab es in den vergangenen Jahren verschiedene Einwendungen der Bürger. „Alle Einwendungen sind geprüft worden“, sagt Hose. Sowohl in den Bereichen Emission, Immission und Verkehrsaufkommen seien die erwarteten Beeinträchtigungen geprüft worden.


Bürgermeisterin Barbara Hose und Bauleiter Philipp Günther sprechen über den Beginn der Arbeiten im Baugebiet Südliche Schulstraße. Foto: Franke

Die Arbeiter haben am Montag begonnen, die Buswendeschleife zu erweitern sowie die Straße durch das Baugebiet vorzubereiten. „Bis kurz vor Weihnachten wollen wir die klassische Erschließung mit den Tiefbauarbeiten und den Kanalarbeiten beendet haben“, erzählt Günther. Im Jahr 2020 stünden dann die eigentlichen Straßenbauarbeiten an. Dazu zählen die Frostschutzschicht, die Bord- und Gossenanlagen sowie die Pflasterarbeiten.

Im Baugebiet „Südliche Schulstraße“ werde es im vorderen Bereich an der Schulstraße auch ein Regenrückhaltebecken geben, so die Bürgermeisterin. Auf der gegenüberliegenden Seite der neuen Straße soll es Parkplätze für die Schule und die geplante gemeinsame Kindertagesstätte der Gemeinden Rhumspringe, Rüdershausen und Wollershausen geben.

Die vorläufige Fertigstellung ist für Ende Mai anvisiert, erklärt der Bauleiter. Bei der Einhaltung des Zeitplans seien die Arbeiter aber auch von der Witterung im Winter abhängig. „Der Verkauf wird in nächster Zeit starten“, kündigte die Bürgermeisterin bereits an. Vorher müsse die Gemeinde Rhumspringe noch die Preise kalkulieren und festschreiben.

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Eichsfelder Tageblatt vom 18.09.2019

Aufforstung und Einladung zum Glühwein

Rat Rhumspringe verteilt Ehrenamtsfonds der HarzEnergie
  

Rhumspringe. Zwei Drittel für die Realgemeinde, ein Drittel für Ehrenamtliche: Über die Verteilung der Gelder aus dem Ehrenamtsfonds der HarzEnergie haben die Mitglieder des Rates der Gemeinde Rhumspringe entschieden.

Das Energieunternehmen HarzEnergie hat vor drei Jahren einen Ehrenamtsfonds angelegt. Im dritten und zugleich letzten Jahr erhält die Gemeinde Rhumspringe daraus 1000 Euro. Zwei Drittel des Geldes sind nach der Entscheidung des Rates für die Realgemeinde bestimmt. „Mit dem Geld soll die Aufforstung von heimischen Laubgehölzen unterstützt werden“, erklärt Bürgermeisterin Barbara Hose (CDU). Das dritte Drittel sei für eine Zusammenkunft für alle ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde vorgesehen. In der Adventszeit gebe es am Dorfmittelpunkt donnerstags immer einen Treffpunkt. „Wir wollen die Ehrenamtlichen dann an einem anderen Tag, voraussichtlich einem Freitag, zu Glühwein einladen“, verrät die Bürgermeisterin. Damit solle die ehrenamtliche Tätigkeit eine Würdigung erhalten. rf

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Eichsfelder Tageblatt vom 18.09.2019

Rat stimmt Verträgen zu

Finanzierung für neue Kita in Rhumspringe
  

Rhumspringe. Eine gemeinsame Kindertagesstätte planen die Gemeinden Rhumspringe, Rüdershausen und Wollershausen. Im Gemeinderat von Rhumspringe ist jetzt die Unterzeichnung der formellen Verträge beschlossen worden.

„Ende August hat es eine gemeinsame Sitzung der drei Gemeinden gegeben“, erzählt Rhumspringes Bürgermeisterin Barbara Hose (CDU). In dieser Sitzung seien die Verträge vorgestellt worden. Die Mitglieder des Rates der Gemeinde Rhumspringe hätten dem in ihrer jüngsten Sitzung zugestimmt. Ein Vertrag betrifft den Neubau, der andere die Unterhaltung nach der Errichtung der Kindertagesstätte. Die Kosten für die gemeinsame Einrichtung belaufen sich nach Angaben der Bürgermeisterin auf rund 2,25 Millionen Euro. Rund 1,45 Millionen Euro werden über Fördermittel finanziert


Angrenzend an die Grundschule Rhumspringe soll der neue Kindergarten für die drei Orte entstehen Foto: Artmann

Für die Gemeinden bleibt die Eigeninvestition von zusammen rund 800 000 Euro. Die Verteilung der Kosten werde anhand der Ortsgrößen und der zu errechnenden Kinderzahl vorgenommen, erläutert die Bürgermeisterin. Rhumspringe zahle 63 Prozent, Rüdershausen 27 Prozent und Wollershausen zehn Prozent. Nach diesem Schlüssel werden auch die Kosten für die Unterhaltung verteilt. rf

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Eichsfelder Tageblatt vom 24.09.2019

Rhumspringer feiern ihr Oktoberfest

Das erste Fass wird am Sonnabend angestochen

Von Tobias Christ
  

Rhumspringe. Gaudi nach bayerischer Art: Bereits zum 30. Mal wird in Rhumspringe Oktoberfest gefeiert. Das erste Fass wird am Sonnabend, 28. September, um 18.30 Uhr im Schützenhaus angestochen. Organisiert wird die Rhumspringer Wiesn seit jeher vom TC Rhuma, seit zwei Jahren steuert auch die Qumpanei, eine junge Männergruppe aus dem Ort, ihre Ideen bei.

„Wir waren selbst ein wenig überrascht, dass wir dieses Jahr ein Jubiläum haben“, sagt Reinhard Koch vom Tennisclub Rhuma. Für die Veranstalter sei dies aber ein schönes Kompliment: „Wir haben es geschafft, aus einem einfachen Sommerfest mit Oktoberfestbezug eine echte Tradition zu machen. Und wenn etwas den Zusammenhalt im Dorf stärkt, dann sind es Traditionen und Bräuche.

1988 wurde das Fest zum ersten Mal ausgerichtet, damals allerdings im Sommer unter dem Namen „Bayerischer Frühschoppen“. Seit 1993 heißt es Oktoberfest und wird im September gefeiert. „Es ist das älteste Oktoberfest im Eichsfeld“, betont Koch stolz. Der TC Rhuma organisiert die Wiesn von Anbeginn, gemeinsam mit der Qumpanei setzen sich die Vereine generationsübergreifend für die Stärkung einer aktiven Veranstaltungskultur in Rhumspringe ein. „Viele junge Leute ziehen in die Städte. Kein Wunder: Dort ist jeden Abend Halligalli“, sagt Christian Rosenthal von der Qumpanei. Auf dem Land gebe es weniger Anreize, abends noch das Haus zu verlassen. Dabei „ist Geselligkeit gerade auf dem Dorf wichtig“, meint er. Das Oktoberfest solle dazu beitragen, dass die Menschen wieder zusammenkommen und dabei eine gute Zeit verleben.


Beim Oktoberfest des TC Rhuma herrscht ausgelassene Stimmung. Foto: r

Damit am Sonnabend auch in Rhumspringe Halligalli herrscht, sorgen die Organisatoren für Original Ecklingeröder Blasmusik. Die Gruppe spielt zum dritten Mal in Folge beim Rhumspringer Oktoberfest auf der Bühne. Sie wird auch in diesem Jahr mit ihrem Mix aus Volks- und Stimmungsliedern sowie Klassikern der Blasmusik dem Saal einheizen. Und wer lieber den Hammer schwingt als das Tanzbein, kann seine Geschicklichkeit am Nagelklotz messen.

Feingefühl ist dagegen an der Bierrutsche gefragt. Dabei wird ein Maßkrug über eine glatte Folie geschoben. Wessen Krug am nähesten an der Kante stehenbleibt, hat gewonnen. „Das ist wie im Saloon in Amerika“, sagt Mitorganisator Koch. Gegen den Heißhunger werden bayerische Schmankerl serviert.

In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Besucher durch den Zuwachs junger Menschen gestiegen, sagt Rosenthal. Auch der Anteil der Gäste in Trachtenanzügen, Lederhosen und Dirndl sei gewachsen. „Das zeigt, dass traditionelle Feste immer noch ihre Anziehungskraft und Berechtigung haben“, so Rosenthal. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit 250 bis 300 Besuchern, teilt Koch mit. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann auch den angebotenen Fahrdienst in Anspruch nehmen – eine Meldung bei Ansgar Steinmetz genügt. Somit können die älteren Mitbürger abgeholt und wieder nach Hause gebracht werden.

Geschmückt wird das Schützenhaus in Hellblau. Um die Lichttechnik kümmern sich die jungen Männer der Qumpanei, „dann erstrahlt der Himmel so blau wie in Bayern“, betont Koch. Natürlich darf auch die frischgezapfte Maß Bier nicht fehlen. Und in Rhumspringe schont diese den Geldbeutel: Während München 11,54 Euro im Schnitt für den Liter alkoholischen Gerstensaftes aufruft, kostet die Maß hier nur sechs Euro, ein kleines Bier ist für zwei Euro zu haben. Der Eintritt kostet sechs Euro.

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Eichsfelder Tageblatt vom 25.09.2019

Hilfe für unversicherte Unwetteropfer

Spendenaktion für Betroffene in Rhumspringe gestartet

Von Rüdiger Franke
  

Rhumspringe. Ende August wurde Rhumspringe von einem Unwetter überrascht. Viele Betroffene sind nicht gegen Überschwemmung versichert. Ihnen soll mit einer Spendenaktion geholfen werden.

Der 27. August war ein sonniger Tag – bis sich am Nachmittag gegen 16 Uhr ein Unwetter zusammenbraute. Besonders hart traf es die Gemeinde Rhumspringe. „Erst kamen kleine Hagelkörner“, erinnert sich Petra Monecke. Es folgten große Hagelkörner und schließlich Starkregen. „Ich habe das Nachbarhaus nicht mehr gesehen.“

Auch Bürgermeisterin Barbara Hose (CDU) kann sich an den Tag noch genau erinnern. Sie war in Duderstadt, als das Unwetter über Rhumspringe hereinbrach. „Mein Mann rief mich an, ich solle sofort nach Hause kommen“, erzählt sie. Sie konnte zunächst nicht glauben, was er erzählte, denn in Duderstadt war von einem Unwetter oder zumindest Regen nichts zu sehen. Die Niederschläge waren westlich an der Stadt vorbeigezogen, erst ab Seulingen waren die Straßen nass.

50 Liter pro Quadratmeter

Die Bürgermeisterin fuhr los, weil ihr Mann aufgeregt klang. Doch bis Hilkerode war nichts zu sehen. Das Unwetter hatte auf der Strecke erst beim Ellerhof zwischen Hilkerode und Rhumspringe eingesetzt. „Da habe ich dann auch gesehen, was los war“, so Hose. 25 Minuten hatte es regelrecht geschüttet. „Vor Ort sind in der Zeit 50 Liter pro Quadratmeter niedergegangen“, so Hose.

Durch den Ort zog sich eine Schlammlawine aus den Niederschlägen und den Pflanzenrückständen von den bewirtschafteten Feldern. Die Kanäle waren verstopft. Die Schlammmassen überfluteten die Straßen und mehr als 35 Häuser. Keller, Garagen, Terrassen und Gärten waren voll mit Matsch – in manchen Häusern bis zu einer Höhe von 1,50 Metern.


Petra Monecke (links) und Barbara Hose aus dem Helferteam „Spendenaktion Unwetter Rhumspringe"
präsentieren die Sammeldosen. Foto: RF

Die Katastrophe sorgte für eine große Welle der Hilfsbereitschaft. Zusätzlich zur Feuerwehr fanden sich zahlreiche freiwillige Helfer ein. Sie pumpten Keller leer, räumten Garagen und Keller aus und reinigten die Grundstücke und Straßen vom Schlamm. „Eine Betroffene hat einen Aufruf gestartet und es waren etwa 30 Leute zum Helfen da“, nannte Petra Monecke ein Beispiel. „Der Zusammenhalt im Dorf stimmt noch.“

Betroffen waren vor allem Hanglagen mit landwirtschaftlichen Nutzflächen. Zahlreiche Anwohner dort sind wegen der erhöhten Lage nicht gegen Hochwasser versichert. Und so kamen schon am Abend des Unwetters die ersten Vorschläge, eine Spendenaktion für die Unversicherten ins Leben zu rufen. Die Initiative übernahm das „Helferteam Spendenaktion Rhumspringe“, in dem sich Katrin Lorenz, Stefan Schulze, Petra Monecke und Barbara Hose zusammenfanden.

Im Gemeindebüro melden

Zunächst einmal sollten sich alle Geschädigten im Gemeindebüro melden, sagt die Bürgermeisterin. „Wir haben noch keine Gesamtübersicht.“ Die Betroffenen sollten angeben, welchen Schaden sie erlitten haben und ob sie versichert sind. „Die Daten werden natürlich vertraulich behandelt“, erklärt Hose. Anhand der Liste sollen am Ende der Aktion die Spenden aufgeteilt werden. Betroffene können sich unter Telefon 05529/402 beziehungsweise per Mail an rhumspringe.gemeinde@sg-gieboldehausen.de beziehungsweise an buergermeisterin.rhumspringe@t-online.de melden.

Spendendosen werden in den örtlichen Geschäften und Betrieben aufgestellt. Eine steht auch im Faßhauer-Shop in Gieboldehausen, der einer ehemaligen Rhumspringerin gehört. Dazu wurde ein Spendenkonto bei der Sparkasse Duderstadt eingerichtet. Zur Verteilung der Spenden hat Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) seine Unterstützung zugesagt. „Wir wollten auf jeden Fall eine neutrale Person dabeihaben, die nicht aus Rhumspringe stammt.“

Weitere Bilder online unter gturl.de/rhumspende

 

Anlässlich des schweren Unwetters am 27. August 2019 wurde, auf Initiative eines „Helferteams“ und mit Unterstützung der Gemeinde Rhumspringe, ein Spendenkonto eingerichtet. mehr

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